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Ostern im Zoo Eierknacker mit Familiensinn

Im Zoo geht es an Ostern gelassen zu. Selbst die Affen sind nur kurz mal aus dem Häuschen.

Ostern im Zoo
Osterhase hin oder her, Hauptsache, es gibt Eier. Foto: Rolf Oeser

Ostersonntag lässt die Tiere ziemlich kalt. Besonders viel ist für ein Wochenende nicht los im Zoo. Keine Schlangen an den Kassen, selbst bei den Publikumslieblingen kaum Gedränge. Zwischendurch ist es so ruhig, dass man die Vögel zwitschern hört. Gute Chancen also, sich einen ruhigen Tag zu machen. Und erst mal noch eine Runde zu dösen, wie das indische Löwenpaar, das sogar im Liegen majestätisch ausschaut.

Selbst bei den Bonobos, eigentlich keinen Langweilern, ist am späten Vormittag eher Relaxen angesagt. Das Nashorn gegenüber des Borgori-Walds, in dem die Menschenaffen ihre Gehege haben, wirkt, als es wäre es ohnehin nicht leicht aus der Ruhe zu bringen. Schon gar nicht von ein paar Kindern, die mit bunten Gesichtern vom Schminken kommen, und ihren Eltern auf Osterspaziergang.

Etwas Action gibt es im Grzimek-Haus. Dort leben zwei Zwergmangusten, denen der Zoo zum Feiertag, wie einigen anderen Tierarten auch nach Menschenbrauch Eier schenkt. Für die kleinen Raubtiere stehen die auch in ihrer Heimat Afrika durchaus mal auf dem Speiseplan. Als „Eierknacker mit Familiensinn“ preist der Zoo die Säuger. Ist nicht gerade Ostern, verköstigt er sie trotzdem eher mit Herzfleisch, Insekten und Mäusen.

Kaum hat eine Pflegerin die zwei Eier spendiert, versuchen die Zwergmangusten, von außen gebannt beobachtet, diese denn auch zu öffnen. Rollen, schubsen, ziehen das Ei gegen einen der kleinen Felsen, um ein Loch hineinzuschlagen. „Sind die roh?“, fragt eine Zuschauerin. „Gekocht wäre fies“, meint die Pflegerin. Als eines der kleinen Tiere schließlich so weit ist und das Ei im Maul hat, schleppt es dieses lieber außer Sichtweite. Vielleicht frisst es nicht gerne, wenn es beobachtet wird.

Kurz darauf brüllen die eben noch so entspannten Bonobos plötzlich wie um die Wette, sind kurz völlig aus dem Häuschen. Schnappen sich die bunten Eier, die ihnen der Zoo ausnahmsweise servieren lässt, suchen sich ein gemütliches Plätzchen und speisen genüsslich. Blaue und rosafarbene Eierschalenreste fliegen auf den Boden. Ein Mädchen, das zuschaut, ist wenig überrascht. „Ostern! Da müssen sie ja Eier kriegen“, erklärt sie.

Deutlich schwieriger ist es für die Orang-Utans, an ihr Geschenk zu kommen. Ihre Eier stecken in Metallbehältern. Die lassen sich schütteln und drehen und kippen. Aber nicht öffnen. Und die Löcher sind fieserweise deutlich zu klein, um ein Ei herauspurzeln lassen zu können. Doch die Affen, nicht dumm, haben schon bald eine Idee. Mit einem Stock pulen sie sich Stückchen der inzwischen zerdepperten Eier heraus.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zoo Frankfurt

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