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Wahlkampf Die Groko und der 36er-Bus

Peter Feldmann geht auf die Straße und macht Wahlkampf. Interessant, was die Menschen vom Frankfurter Oberbürgermeister so wissen wollen.

Peter Feldmann
Peter Feldmann im Gespräch mit Bürgern. Foto: Peter Jülich

Eigentlich ist das ja ein Heimspiel für den OB. Die Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion sind auf die Zeil geeilt, um das Stadtoberhaupt im Wahlkampf zu unterstützen. Und, kaum überraschend, erfährt Peter Feldmann Rückendeckung von den Genossinnen und Genossen. Für ein neues Landesgesetz, mit dem die Zweckentfremdung von Wohnungen wieder geahndet würde. Für einen längeren Schutz der Bewohner, wenn Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Doch die Menschen, die zum SPD-Stand vor dem Kaufhof kommen, plagen ganz andere Sorgen.

„Warum fährt der 36er-Bus nicht mehr?“, will eine ältere Frau wissen, die immer wieder behauptet: „Der 36er ist eingestellt worden!“ Der OB berichtet, dass die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) Busse auf Elektroantrieb umstelle – aber das ist gar nicht die Frage. (Tatsächlich fährt der 36er-Bus einen anderen Linienweg).

Und dann diese Sache mit Berlin und der großen Koalition. Der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel ist nicht auf der Zeil – er verhandelt noch in Berlin. Und die Leute fragen Feldmann: „Unterstützen Sie die Große Koalition? Wir wollen das wissen, wir haben SPD gewählt.“

Der OB flüchtet sich in die Erkenntnis: „Ich bin nicht die Frankfurter SPD.“ Und zur GroKo sagt er nur: „Das hängt vom Ergebnis ab.“

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, springt dem Stadtoberhaupt zur Seite: „Wir werden das bewerten.“ Nachfrage einer Frau: „Große Koalition – Ja oder Nein?“ Rudolph glaubt: „Eine Mehrheit der Mitglieder wird für den Koalitionsvertrag stimmen.“

Da nehmen den OB auch schon zwei Mitglieder der Bürgerinitiative Riederwald in Beschlag. Sie kämpfen gegen die Fällung von Bäumen, die dem Riederwaldtunnel weichen sollen. „Heute morgen wurden wieder welche umgehauen“, berichtet eine Vertreterin der BI. Feldmann sagt zu, er werde sich für die Belange der Initiative einsetzen. „Ich sammle auch gerne Unterschriften.“

Arijana Neumann, die Referentin des Oberbürgermeisters, notiert eine Telefonnummer und verspricht: „Wir melden uns.“

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