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OB-Wahl in Frankfurt Wie wollen die OB-Kandidaten hohe Mieten bekämpfen?

Die Wohnungsfrage dominiert den OB-Wahlkampf in Frankfurt. Doch Lösungen für eine entspanntere Situation sind kaum in Sicht.

OB-Wahl in Frankfurt
Ohne den Druck der Initiativen, die immer wieder auf die schwierige Wohnungssituation hinweisen, wäre selbst die Mietpreisbremse bei der ABG wohl nicht gekommen. Foto: Andreas Arnold

Gerade einmal 111 neue Sozialwohnungen des ersten Förderwegs wurden im Jahr 2016 fertig, 194 im Jahr 2015. Nur indem die Stadt für viel Geld Belegrechte ankauft, verhindert sie, dass die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen weiter abschmilzt. Gern weist Janine Wissler von der Linken OB Feldmann denn auch darauf hin, dass es trotz aller Versprechen heute sogar weniger Sozialwohnungen gebe als zu seinem Amtsantritt.

Ganz offenbar zeigt auch der Versuch der Stadt, Investoren über städtebauliche Verträge zum Bau von Sozialwohnungen zu verpflichten, bisher geringe Wirkung. Denen gelingt es bisher prima, weiterhin in erster Linie teure Eigentumswohnungen in schicken und weniger schicken Wohntürmen und völlig überteuerte Mikroapartments für Wochenendpendler und angeblich auch für Studierende zu errichten.

Nicht zuletzt entstehen immer noch viel zu wenige Neubauten, um die riesige Nachfrage zu decken. Rechnerisch fehlten zuletzt um die 37 000 Wohnungen. Doch angesichts der großen Ängste und Widerstände, auf die jedes Bauprojekt in der Stadt stößt, passiert nicht viel. Bis im neuen Stadtteil im Nordwesten, für den Feldmann kämpft, die ersten Wohnungen stehen, wird es viele Jahre dauern. Falls dieser angesichts der großen Hürden, auf die etwa die CDU-Kandidatin Weyland hinweist, nicht wieder in der Schublade verschwindet.

Schwierig und umstritten ist auch die Nachverdichtung der vielen Siedlungen im Frankfurter Stadtgebiet. Mieter befürchten, dass ihre Wohnungen im Zuge der Neubauten teuer modernisiert werden und ihre Mieten steigen, dass Bäume und Wiesen verschwinden. Und nicht nur Stadtteilpolitiker fürchten, Wählerstimmen zu riskieren, wenn sie allzu offen für Aufstockung und Neubauten in den Siedlungen eintreten.

 

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