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OB-Wahl in Frankfurt Was die OB-Kandidaten in der Kulturpolitik vorhaben

Frankfurt wählt einen neuen OB. In der Kulturpolitik warten auf das neue Stadtoberhaupt schwierige Herausforderungen: Von Bühnen bis Kindertheater.

Theater Schauspiel Oper Frankfurt
Die Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz sind baufällig. In dem Gebäude sind Schauspiel und Oper untergebracht. Foto: Peter Jülich

Womit wir beim Geld wären. Der von der Römer-Koalition beschlossene Sparkurs könnte viele Blütenträume in der Kulturpolitik auch in der reichen Stadt Frankfurt platzen lassen. Etliche eigentlich notwendige Projekte besitzen derzeit wenig Chancen auf Finanzierung: Etwa eine Sanierung des 1991 eröffneten Museums für Moderne Kunst (MMK). Nun ist das international renommierte MMK noch eine Institution mit einer gewissen politischen Hausmacht. Schlechter ist es etwa um das Weltkulturen- Museum oder das Dialog-Museum bestellt. Seit die Stadt 2015 die damalige Direktorin des Weltkulturen-Hauses, Clementine Deliss, fristlos entlassen hatte, wird das Museum von der Kuratorin Eva Raabe kommissarisch geführt. Wie lange das so bleiben soll, ist derzeit völlig offen. Das private Dialog-Museum klagt über Besucherrückgang.

Einige der vielen Baustellen in der Kulturpolitik. Und dann gibt es da noch den freien Eintritt für Kinder und Jugendliche in den städtischen Museen. Er soll, geht es nach Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), auf andere nicht städtische Häuser ausgedehnt werden. Doch dafür müsste die Stadt wieder Geld mobilisieren, um den Einnahmeverlust auszugleichen. Das ist nicht in Sicht.

Die Kulturstadt Frankfurt: Sie besitzt ihren Rang aber nicht nur durch die Städtischen Bühnen oder die Museen. Sondern durch viele andere Institutionen: Die Verlage etwa oder die kleinen kulturellen Zentren und Initiativen, die ohne öffentliche Unterstützung großartig arbeiten.

Und nicht zuletzt ist Frankfurt auch die Heimat der Kritischen Theorie, jener Analyse der kapitalistischen Gesellschaft, die auch als Frankfurter Schule bekannt wurde. Die Kulturdezernentin hatte angekündigt, diese Tradition wiederzubeleben. 50 Jahre nach der Revolte von 1968 wäre das auch eine Aufgabe für das Frankfurter Stadtoberhaupt.

 

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