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OB-Wahl Frankfurt Letzter Zweikampf

Auf dem FR-Podium diskutieren Oberbürgermeisterkandidatin Bernadette Weyland (CDU) und das amtierende Stadtoberhaupt Peter Feldmann (SPD) heftig - und auch im Publikum wird es mal hitzig.

OB-Wahl 2018 | RF Stadtgespräch | Frankfurt | 07.03.2018
Das große Streitgespräch vor der OB-Wahl, mit Bernadette Weyland und Peter Feldmann. Claus-Jürgen Göpfert (li.) und Georg Leppert (re.) moderieren. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Bei der Finanzlage der Stadt sah Weyland das Problem „nicht auf der Einnahmen-, sondern der Ausgabenseite“. Sie schlug vor, weniger als 900 Millionen Euro für Neubau oder Sanierung der Städtischen Bühnen auszugeben. Erneut schlug sie vor, das Waldstadion an Eintracht Frankfurt zu verkaufen. 50 Millionen Euro standen damals im Raum.

Das Stadion habe einen Buchwert von 150 Millionen Euro, sagte ein Bürger. „Da zeigt sich ihr finanzpolitischer Sachverstand.“ Weyland lächelte die Kritik weg. Wo denn der amtierende OB sparen wolle, wollte sie wissen. Konkrete Sparvorhaben nannte Feldmann trotz mehrfacher Nachfrage nicht.

Aber „bei Kindern, Schulen, Qualifikation, Wohnungsbau werden wir keine Kürzungen machen“, sagte er. Die wachsende Stadt schaffe „ein Ausgabenproblem“. „Mit ‚den Gürtel enger schnallen‘ kommen wir da nicht weiter.“

Beim öffentlichen Nahverkehr wollte Weyland punkten, indem sie eine Tarifreform und den Ausbau von Schienenstrecken vorschlug. Eine „ausgewogene Tarifreform“ werde auch zur Fahrpreissenkungen führen, etwa an den Tarifgrenzen. Dass Feldmann das Schülerticket für 365 Euro im Jahr „für sich vereinnahme“ sei unredlich, sagte sie. „Das wurde von der Landesebene eingeführt.“

Feldmann führte demonstrativ langsam seine Kaffeetasse zu Munde und präsentierte die Preissenkung im RMV als seinen Erfolg. Als er diese im RMV-Aufsichtsrat vorgeschlagen habe, hätte er „ihre Unterstützung gebraucht“. Er halte ein 365-Euro-Jahresticket „nicht für abwegig“. Eine solche „große Reform“ gehe aber nur schrittweise, mit Unterstützung des Landes. Einig waren sie sich, dass es keine Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in Frankfurt geben soll. Die Autoindustrie müsse die älteren Modelle nachrüsten.

Am Sonntag wird in Frankfurt gewählt, die FR berichtet mit Reportern und Liveticker aus dem Rathaus Römer.

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