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OB-Wahl in Frankfurt Wahlempfehlung hätte Grünen geschadet

Die Grünen sagen das Streitgespräch zwischen Bernadette Weyland und Peter Feldmann vor der Stichwahl in Frankfurt ab. Aus gutem Grund. Ein Kommentar.

OB-Wahl in Frankfurt
Die Grünen geben keine Wahlempfehlung für OB Peter Feldmann ab. Foto: Monika Müller

Die Veranstaltung hätte schon interessant werden können. Peter Feldmann und Bernadette Weyland diskutieren vor den versammelten Grünen und kämpfen um die nicht gerade unwichtige Wahlempfehlung der Partei. Doch der Kreisvorstand ist von seiner Idee, die Stichwahlbewerber einzuladen, wieder abgerückt. Aus gutem Grund.

Insbesondere den Grünen im Stadtparlament hätte eine Wahlempfehlung mehr geschadet als genutzt. Sitzung für Sitzung arbeiten sie sich an Feldmann ab, im Wahlkampf legten sie eine eigene Broschüre auf, mit der sie nachweisen wollten, dass sich der Oberbürgermeister mit fremden Federn schmückt. Und dann sollen sie zu seiner Wahl aufrufen? Insbesondere Fraktionschef Manuel Stock würde sich komplett unglaubwürdig machen.

Auf der anderen Seite haben die Grünen vor sechs Jahren zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihre Basis keinen CDU-Kandidaten unterstützen will. Die meisten Grünen haben sich mit der Zusammenarbeit mit der CDU im Römer und in Wiesbaden zwar mittlerweile abgefunden. Aber eine Wahlempfehlung für Bernadette Weyland wäre genauso wenig vermittelbar gewesen wie seinerzeit für Boris Rhein.

Ohnehin brauchen die Mitglieder der Frankfurter Grünen keine Empfehlung, sondern können selbst entscheiden, ob sie Weyland oder Feldmann wählen. Insofern war Daniel Cohn-Bendits Wahlwerbung für den Amtsinhaber die Aussage eines einzelnen (durchaus prominenten) Mitglieds. Der Parteivorstand sollte sich davon aber nicht treiben lassen.

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