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OB-Wahl in Frankfurt Peter Feldmann umwirbt Grüne

Grünen-Ikone Daniel Cohn-Bendit ruft bei der OB-Wahl in Frankfurt dazu auf, Peter Feldmann zu wählen. Andere Grüne sehen das skeptisch. Und was sagen der OB und andere Politiker?

Wahlplakat
Noch zwei Wochen weiterlächeln! Foto: Christoph Boeckheler

Nur wenige Stunden nach dem ersten Wahlgang haben OB Peter Feldmann (SPD) und seine Herausforderin Bernadette Weyland (CDU) den Kampf für die Stichwahl am 11. März aufgenommen. Noch in der Nacht zum Montag klebten Helfer der beiden großen Parteien zahlreiche Plakate insbesondere in der City.

Feldmann ruft auf einem Plakat dazu auf, ökologisch zu handeln und umwirbt so gezielt die Grünen. Im Interview mit der FR bekannte sich Feldmann zu ökologischen Errungenschaften wie dem Grüngürtel und Niedrigenergiehäusern. Es gebe nicht nur den Sozialpolitiker Feldmann, sagte er. Auch für die Mitglieder der Linken fand der Sozialdemokrat freundliche Worte: Viele von ihnen seien „sehr ehrenwerte und anständige Leute“.

Bei den Grünen, deren Kandidatin Nargess Eskandari-Grünberg mit 9,3 Prozent der Stimmen sehr schlecht abgeschnitten hatte, brach ein Konflikt um das weitere Vorgehen auf. Grünen-Ikone Daniel Cohn-Bendit rief im Gespräch mit der FR zur Wahl des sozialdemokratischen Oberbürgermeisters auf. „Peter Feldmann hat seine Sache gut gemacht und er vertritt einen sozialen Ansatz – Grüne und Linke sollten nicht fünf Minuten überlegen, ihm ihre Stimme zu geben“, sagte Cohn-Bendit.

Bastian Bergerhoff, Sprecher des Grünen-Kreisvorstandes, positionierte sich gegen Cohn-Bendit. „Ich bin grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber Wahlempfehlungen – ich halte nichts davon, den Wählerinnen und Wählern etwas vorzuschreiben.“ Auch Manuel Stock, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer, sagte der FR: „Empfehlungen, das haben wir gelernt, sind nicht das, was Grüne haben wollen.“ Stock hatte sich vor der OB-Stichwahl 2012 für den CDU-Kandidaten Boris Rhein ausgesprochen – doch die Grünen-Basis hatte mehrheitlich damals dennoch Feldmann gewählt.

Bei den Linken wollte sich die OB-Kandidatin am Montag noch nicht festlegen. Janine Wissler wollte zunächst das Ergebnis einer für Montagabend angesetzten Kreismitgliederversammlung abwarten. Sie selbst werde aber vermutlich für eine Empfehlung zugunsten Feldmanns plädieren.

Volker Stein, der als unabhängiger Kandidat angetreten war, obwohl er Mitglied der FDP ist, sagte, er werde bei der Stichwahl aus Mangel an Alternativen Feldmann wählen. Bernadette Weyland könne er nicht unterstützen, weil sie „weder Charakter noch Professionalität besitzt“, sagte Volker Stein am Montag.

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Mike Josef sagte, seine Partei werde sich in der Endphase des OB-Wahlkampfs „auf unsere eigene Stärke“ verlassen. Es werde keine Prominenten der SPD-Bundesspitze zur Unterstützung des OB geben.

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