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OB-Wahl in Frankfurt „Jetzt geht es um die Persönlichkeit“

Bernadette Weyland, OB-Kandidatin der CDU, erläutert vor der Stichwahl in Frankfurt, warum sie froh ist, dass Volker Stein, Daniel Cohn-Bendit und Janine Wissler sich nicht für sie aussprechen.

OB-Wahl in Frankfurt
Bernadette Weyland gibt Interviews. Foto: Rolf Oeser

Bernadette Weyland ist nach dem ersten Wahlgang am Sonntag wieder voll im Wahlkampfmodus angelangt. Die Frankfurter Rundschau erreicht die CDU-Kandidatin bei einer Tour in Bonames.

Frau Weyland, der Wahlsieger am Sonntag hieß Peter Feldmann. Wie beurteilen Sie Ihr eigenes Abschneiden mit rund 25 Prozent?
Ich bin froh, dass ich in die Stichwahl gekommen bin. Das war bei zwölf Kandidaten nicht so klar abzusehen. Alle haben einen engagierten Wahlkampf gemacht. Vorher gab es keine Prognosen, keiner wusste, wie es ausgehen würde.

Sind Sie sich bewusst, dass Sie das schlechteste Ergebnis aller CDU-Kandidaten erzielt haben, seit es die Direktwahl des Oberbürgermeisters gibt?
Mit dieser Bewertung wäre ich vorsichtig, weil man immer von einer konkreten Situation ausgehen muss. Ich musste gegen jemanden antreten, der sich seit sechs Jahre im Amt befindet und aus diesem Amt heraus Wahlkampf gemacht hat. Das ist als Herausforderin immer schwierig.

Laut Frankfurter Wahlamt haben Sie ein Drittel der Wähler, die bei der Kommunalwahl 2016 die CDU gewählt haben, nicht erreicht. Wie erklären Sie sich das?
Das Ergebnis der letzten Kommunalwahl war mit 24,1 Prozent schon schlecht. Ich liege mit 25,4 Prozent sogar darüber. Ich sehe das für mich eher als positiv an.

Um die Stichwahl zu gewinnen, brauchen Sie nicht nur das volle Wählerpotenzial der CDU, sondern auch Stimmen von FDP- und Grünen-Wählern und Nichtwählern. Wie wollen Sie das erreichen?
Wir werden viele Gespräche führen. Man sieht auch jetzt schon, wer sich für wen outet. Wenn sich Herr Stein, Frau Wissler und Herr Cohn-Bendit für Herrn Feldmann aussprechen, dann bin ich auf einem richtigen Weg. Dass sich eine dieser Personen für mich ausspricht, würde ich nicht wollen.

Wie wollen Sie Peter Feldmann noch inhaltlich angreifen?
Die Themen werden sich nicht verändern. In den zwei Wochen wird es weniger um Themen, sondern eher um die unterschiedlichen Persönlichkeiten gehen. Deswegen muss ich zeigen, dass ich mich deutlich von Herrn Feldmann unterscheide.

Was machen Sie eigentlich, wenn die Stichwahl vorbei ist und Sie nicht gewonnen haben?
Ich will mir einen Hund kaufen (lacht) .

Dann steht Freizeit auf dem Programm?
Ich habe mich zehn Monate auf Wahlkampf und Inhalte konzentriert. Ich kandidiere auch nicht aus einem Amt heraus und trage das Wahlrisiko selbst. Ich bräuchte dann ein paar Wochen Zeit, um mich zu sortieren. Aber ich sehe das Ergebnis vom ersten Wahlgang als Auftrag an. Deswegen mache ich weiter Wahlkampf.

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