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OB-Kandidatin Janine Wissler „Es wird bisher jede Menge Unfug gebaut“

OB-Kandidatin Janine Wissler von den Linken über neue Bürotürme, den Mangel an Sozialwohnungen und die Versprechen von Amtsinhaber Peter Feldmann.

Janine Wissler
Janine Wissler beim Interview in einem Bockenheimer Café. Foto: Rolf Oeser

Sie fordern den Nulltarif für den ÖPNV, kostenlose Fahrten mit Bus und Bahn. Wäre es ein erster Schritt, wie die Grüne OB-Kandidatin Eskandari-Grünberg vorschlägt, ein Jahresticket für 365 Euro anzubieten?
Klar. Den Nulltarif kann man nicht über Nacht umsetzen. Deshalb fordern wir zunächst eine drastische Fahrpreissenkung, um den ÖPNV attraktiver und bezahlbar zu machen. Wir wollen die ÖPNV-Finanzierung aber grundsätzlich verändern, den RMV stärker aus Steuern finanzieren und Unternehmen an den Kosten beteiligen, damit nicht die Nutzer von Bussen und Bahnen durch immer höhere Fahrpreise den Großteil der Kosten tragen.

Sie beklagen immer wieder die soziale Spaltung in Frankfurt. Kann die Stadt gegen diese überhaupt viel ausrichten?
Ein erster Schritt wäre es, Obdachlosen keine Barzahlung mehr abzunehmen, wenn sie auf Parkbänken schlafen. Natürlich kann man die Ursachen für Armut nicht allein in Frankfurt bekämpfen, aber man kann versuchen, die Auswirkungen zu mindern. Man muss Menschen mit wenig Geld die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Es darf nicht sein, dass Kinder mit leerem Bauch in der Schule sitzen oder sich den Schulausflug nicht leisten können.

Vergangene Woche haben Sie das Programm für die Landtagswahl vorgestellt. Haben Sie genug Zeit für den OB-Wahlkampf?
Anders als Frau Weyland konnte ich mich ja nicht in den einstweiligen Ruhestand versetzen lassen, um Wahlkampf zu machen. Ich lasse die Landespolitik nicht zu kurz kommen, freue mich aber auf den OB-Wahlkampf.

Was wäre für Sie am 25. Februar denn ein Erfolg?
Ein besseres Ergebnis als beim letzten Mal wäre schön. Aber mir geht es vor allem darum, eine linke Alternative zu den regierenden Parteien anzubieten.

Interview: Christoph Manus

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