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Nargess Eskandari-Grünberg Mehr Kommunikation mit der Region

Nargess Eskandari-Grünberg, Kandidatin der Grünen bei der OB-Wahl in Frankfurt, möchte die regionale Zusammenarbeit stärken und unterzeichnet mit grünen Bürgermeistern einen Appell.

Nargess Eskandari-Grünberg
Nargess Eskandari-Grünberg diskutiert mit grünen (Ober-)Bürgermeistern, was die Region bewegt. Foto: Renate Hoyer

Die Frankfurter OB-Kandidatin der Grünen, Nargess Eskandari-Grünberg, hat am Montagabend zusammen mit den drei grünen (Ober-)Bürgermeistern Jochen Partsch, Roland Kern und Albrecht Kündiger aus Darmstadt, Rödermark und Kelkheim einen „Appell an die Region“ unterzeichnet. Die Parteikollegen möchten in Zukunft eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und den Städten aus dem Rhein-Main-Gebiet forcieren.

Anlass dafür war die Veranstaltung „Frankfurt braucht die Region – die Region braucht Frankfurt“. Unweit des Römers, im Frankfurter Salon, standen mit Verkehrspolitik und Wohnungsbau zwei drängende Themen im Vordergrund. Kündiger betont, günstigere Tickets für den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt könnten nicht die Lösung für das Verkehrsproblem in der Region sein. Man müsse „globaler und regionaler“ denken. Eskandari-Grünberg stellt deshalb heraus, dass Frankfurt ganz vorne dabei sein müsse, verbindliche Verkehrsprojekte in der Region gemeinsam voranzubringen. Bislang fehle es an einem Gesamtkonzept zur kollektiven Problemlösung. Das betreffe allerdings nicht nur die Verkehrsplanung, sondern auch den Wohnungsbau.

Roland Kern kritisiert, Peter Feldmann (SPD) habe der regionalen Kommunikation keinen großen Stellenwert eingeräumt. Sowohl bei Veranstaltungen des Regionalverbandes als auch beim Städtetag sei der derzeitige Frankfurter Oberbürgermeister früher abgereist. „So geht Kommunikation mit der Region nicht“, merkt der Bürgermeister aus Rödermark an. Kündiger ergänzt: „Die Region muss als Ganzes gesehen werden. Probleme wie der neue Stadtteil müssen gemeinsam angegangen werden“. Dies habe Feldmann bisher nicht verstanden.

Das sieht auch Eskandari-Grünberg so: „Es geht nicht, dass wir Bauflächen ohne jeglichen Dialog ausweisen.“ Feldmann sei im Zuge der Debatte um den neuen Stadtteil nicht einmal persönlich in Steinbach gewesen. Ein Konzept für die Zukunft müsse zudem auch autoneutrale Stadtteile und den Klimaschutz berücksichtigen.

Weil die OB-Kandidatin „Ideen und Visionen“ für das Wachstum der Städte vermisst, schlägt sie zusammen mit den drei Parteifreunden die Ausrichtung einer Internationalen Bauausstellung (IBA) vor, wie sie erstmals im Jahr 1901 von Großherzog Ernst Ludwig in Darmstadt abgehalten wurde. Damals habe die Ausstellung das Profil von Darmstadt über Jahrzehnte geprägt.

Träger der „grünen IBA Frankfurt-Rhein-Main“ sollten die Städte und Kreise der Region, der Regionalverband sowie das Land Hessen sein. Die Bürger müssten „intensiv und mitentscheidend“ beteiligt, Ursachen des Siedlungsdrucks kritisch hinterfragt werden – so steht es im Appell. Wirklich neu ist diese Idee allerdings nicht. Bereits die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig forderte gegenüber der FR eine solche Ausstellung – das war im August 2017.

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