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Fluglärm-Demo und Schwarzer Block Ungebetene Gäste bei Roths Abschiedsfeier

Am Montag wird OB Roth in der Paulskirche nicht nur mit Jubel verabschiedet: Fluglärmgegner verlegen ihre Montagsdemo vor die Paulskirche, der Schwarze Block will die OB "gebührend verabschieden". Der Aufruf kann als Reaktion auf die von der Stadt verbotenen Blockupy-Demos verstanden werden.

05.06.2012 14:43
Timur Tinç und Jürgen Ahäuser
Zur Verabschiedung von OB Petra Roth kommen am Montag nicht nur geladene Gäste wie Angela Merkel. Foto: Alex Kraus

Die Verabschiedung von Petra Roth am 11. Juni droht ungemütlich zu werden. Zumindest außerhalb der Paulskirche, wo die Oberbürgermeisterin nach 17 Jahren „Herrschaft“ im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel verabschiedet werden soll. „Petra Roth geht, der Schwarze Block kommt“, rufen linke Aktivisten auf. Zwischen 15 und 17 Uhr solle man „in dunkler und angemessener Kleidung“ auf dem Paulsplatz erscheinen.

Für die Fans der OB, die zum Abschied einfach nur Applaudieren und Jubeln wollen, wird es an diesem Montag sprichwörtlich eng in der Mitte Frankfurts. Denn auch das Bündnis der Bürgerinitiativen „Kein Flughafenausbau - für ein Nachtflugverbot“ ruft zur Demonstration auf. Das BBI vertritt 80 Bürgerinitiativen, die es mehrfach geschafft haben, mehrere Tausend Menschen zu den Montags-Demos ins Terminal 1 des Flughafens zu bringen.

„Petras Abschied ist ein rabenschwarzer Tag für Frankfurt. An einem solchen Tag darf natürlich ein anständiger schwarzer Block nicht fehlen“, sagt ein langjähriger Aktivist des schwarzen Blocks und Sprecher der Bewegung, der sich Peter Weiß nennt. Der Aufruf kann durchaus als Reaktion auf die von der Stadt verbotenen Blockupy-Demonstrationen verstanden werden. „Lasst uns unsere Trauer und Wut an den Schauplatz des Geschehens tragen! Lasst uns Frankfurt einen unvergesslichen Tag bereiten! Lasst uns Petra Roth gebührend verabschieden“, teilt Weiss mit.
Die Frankfurter Polizei nimmt die Ankündigung der linken Aktivisten ernst. „Es wird eine entsprechende Polizeipräsenz rund um die Paulskirche geben“, teilt ein Polizeisprecher mit.

Seit Mitte Mai, so lassen die Aktivisten in ihrem Blog zynisch verlauten, „gibt es wieder eine Annäherung beider Lager. Für den 11. Juni haben wir die Frankfurter Polizei bereits mit der Ausarbeitung eines umfangreichen Blockadekonzepts beauftragt.“ Bei den Blockuppy-Demonstrationen war die Stadt durch die Präsenz von 5000 Polizisten lahm gelegt worden.

Auch der Protest der Fluglärmbetroffenen wird kein laues Lüftchen sein. „Mal sehen, vielleicht muss die Kanzlerin ja den Hintereingang nehmen“, sagt BBI-Sprecherin Ingrid Kopp. Ab 16 Uhr wollen die Demonstranten die „beiden glühenden Ausbaubefürworterinnen“, so Kopp, mit ordentlich Lärm konfrontieren.

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