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OB reist nach China Auf die Freundschaft

OB Feldmann reist mit einer Delegation in die chinesische Partnerstadt Guangzhou. Dort wird das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft gefeiert. Danach geht es nach Shanghai.

Guangzhou
Schüler aus der chinesischen Partnerstadt Guangzhou sind häufig zu Gast in Frankfurt. Jetzt fährt eine Delegation nach China. Foto: Georg Kumpfmüller

Bei der Entstehung Frankfurts spielt der Sage nach die Hirschkuh eine besondere Rolle. Ohne Hirschkuh kein Frankfurt. Und was den Frankfurtern die Hirschkuh, ist den Menschen im chinesischen Guangzhou die Ziege. Der Legende nach kamen fünf Götter auf Ziegen mit Getreidebüscheln während einer Hungersnot vom Himmel. Ohne Ziegen, kein Guangzhou. Dass diese beiden Städte freundschaftlich in einer Partnerschaft verbunden sind, ist also irgendwie passend. So brachte dann auch im Mai eine Delegation aus Guangzhou zum 30-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft als Gastgeschenk eine Fünf-Ziegen-Skulptur nach Frankfurt mit. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bricht nun am heutigen Freitag zum Gegenbesuch in der südchinesischen Metropole auf.

Vielleicht hat er ja eine Hirschkuh-Skulptur als Gastgeschenk im Gepäck. Das ist nicht bekannt. Sicher ist aber, es fliegt eine 26-köpfige Delegation aus Politik und Wirtschaft mit ihm in Frankfurts Partnerstadt. Wirtschaftliche Beziehungen und das Jubiläum der Partnerschaft stehen dort im Vordergrund. „China gehört heute zu den wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt“, sagt Feldmann. Das sei vor 30 Jahren, als die Städtepartnerschaft mit Guangzhou geschlossen wurde, noch nicht unbedingt absehbar gewesen. „Die große Öffnung des Landes stand erst noch bevor. Umso mehr freut es mich, dass die Partnerschaft in dieser Zeit ebenso gewachsen ist und enger geworden ist.“

Mehr als 450 Projekte wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten mit Guangzhou angegangen. Wirtschaftsdelegationen reisten in die Stadt am Perlfluss, es gab Schüler- und Studentenaustausche, gemeinsame Kulturveranstaltungen. „Es ist, kurzum, eine sehr reiche Partnerschaft, in der beide Seiten voneinander lernen und sich auch menschlich näherkommen“, sagt Feldmann. Der direkte Austausch vor Ort sei dabei für das Knüpfen von Kontakten wichtig.

Fotoausstellung zur 30-jährigen Partnerschaft

Die Delegation wird in der 14-Millionen-Metropole unter anderem die Messe besichtigen. Auch der Besuch der Bibliothek steht auf dem Programm. Dort wird eine Fotoausstellung zur 30-jährigen Partnerschaft zwischen Guangzhou und Frankfurt eröffnet. Auch eine Frankfurt-Guangzhou-Freundschaftsbahn nimmt ihren Betrieb im Beisein der Besucher auf.

Nach drei Tagen fliegt die Delegation nach Shanghai, einem Standort der Messe Frankfurt. Sie veranstaltet dort etwa die Automobilmesse „Automechanika“. Shanghai ist die größte Wirtschaftsmetropole in China. „Der Austausch mit der Wirtschaftsmetropole ist enorm wichtig für Frankfurt“, sagt Feldmann. Zum ersten Mal mache sich eine Delegation dieser Größe auf nach Shanghai. „Wir sind sicher mit dem Wirtschaftsempfang vor Ort, den Weg zu bereiten für eine noch engere Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.“ In Shanghai wird sich auch über Verkehrskonzepte ausgetauscht werden. Etwa über Konzepte im öffentlichen Nahverkehr, über Elektromobilität. Nach zwei Tagen in der 24-Millionen-Metropole geht es zurück nach Frankfurt.

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