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SPD Frankfurt Aufschwung nach Sieg bei OB-Wahl

Die SPD kann ihren Mitglieder-Schwund in Frankfurt stoppen. Peter Feldmanns Sieg bei der OB-Wahl beschert ihr 2012 sogar einen kleinen Mitgliederschub. Eine weitere gute Nachricht für die Genossen: Ihr Altersdurchschnitt liegt jetzt bei 45 Jahren.

11.01.2013 16:23
Peter Feldmanns Sieg bei der OB-Wahl beschwert der Frankfurter SPD neue Mitglieder.

Der Sieg bei der Oberbürgermeister-Wahl im Frühjahr 2012 hat den Frankfurter Sozialdemokraten einen kleinen Mitgliederschub verschafft. 100 Männer und 51 Frauen traten im vorigen Jahr neu in die SPD ein, im Jahr 2011 hatte es lediglich 122 Eintritte gegeben.

Insgesamt ist der seit geraumer Zeit anhaltende Schwund der Parteibasis in Frankfurt zum ersten Mal zum Stillstand gekommen. Am 1. Januar 2013 gab es 3731 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in der Stadt. Ein Jahr zuvor waren es 3732 gewesen.

Relativ jüngere Menschen sind neu in die Partei eingetreten, der Altersdurchschnitt der neuen Genossinnen und Genossen liegt bei 45 Jahren. Das ist für die überalterte Partei eine gute Nachricht.

Steinbrück-Faktor wirkt nicht

Die Zahl der Austritte ist stabil geblieben. 96 Personen verließen die Frankfurter SPD im Jahr 2012. Fast keine Veränderung gegenüber den 95 Austritten des Vorjahres.
Spezifische Gründe für das Verlassen der Partei wurden nicht genannt. Die anhaltend schlechte Außenwirkung des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, der auch in der Frankfurter Partei kritisch gesehen wird, hat sich bisher bei der Mitgliederzahl nicht ausgewirkt.

Freilich ist all dies kein Vergleich mit der Hochzeit der SPD in Frankfurt, auf die man im Parteihaus an der Fischerfeldstraße mit Wehmut zurückblickt. Mitte der 70er Jahre, als die Sozialdemokraten im Römer die absolute Mehrheit gestellt hatten, waren rund 12.000 Mitglieder in der Frankfurter Parteistatistik registriert.

Damals war der sozialdemokratische Oberbürgermeister Rudi Arndt das Stadtoberhaupt gewesen. Er verlor dann mit der SPD die Kommunalwahl im Jahr 1977. Die CDU errang statt dessen die absolute Mehrheit im Rathaus. Eine politische Wende, die lange nachwirkte: Seither war es mit der Mitgliederzahl stetig bergab gegangen.

Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2003, gab es noch 4900 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Frankfurt. Die Partei war seinerzeit in 50 Ortsvereinen organisiert.
Davon sind heute noch 46 Ortsvereine übriggeblieben. (jg.)

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