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Feldmann in Tel Aviv zu Jugendaustausch Erst in die Türkei, dann nach Israel

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann macht seinen Antrittsbesuch in Frankfurts Partnerstadt Tel Aviv. Er will den Jugendaustausch mit der türkischen Stadt Eskisehir auf Tel Aviv ausweiten.

Bald spazieren wohl Frankfurter durch die Gasse in Tel Aviv. Foto: IMAGO

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann macht seinen Antrittsbesuch in Frankfurts Partnerstadt Tel Aviv. Er will den Jugendaustausch mit der türkischen Stadt Eskisehir auf Tel Aviv ausweiten.

Frankfurter Schüler mit Migrationshintergrund sollen demnächst an einem doppelten Jugendaustausch teilnehmen. Das Programm sieht vor, dass sie zunächst nach Eskisehir reisen, der neuen Partnerstadt Frankfurts in der Türkei. Später sollen sie Gelegenheit bekommen, Tel Aviv zu besuchen. Entsprechende Pläne hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Dienstag in der israelischen Finanzmetropole mit den Stadtoberen besprochen. Feldmann hält sich, gemeinsam mit einer 16-köpfigen Delegation, bis Donnerstag zu einem Antrittsbesuch in Tel Aviv auf, das seit 1980 Partnerstadt Frankfurts ist.

Projekt mit Charme

„Von israelischer Seite aus haben wir grünes Licht für diesen trilateralen Jugendaustausch“, sagte Feldmann nach einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai. „Nun müssen wir das in Frankfurt und Eskisehir forcieren.“

Hintergrund der Idee sind die Besonderheiten der Partnerschaft mit Eskisehir, die das Stadtparlament in seiner Sitzung im November beschließen wird. Feldmann plant, vor allem Jugendliche mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund zum Austausch in die Türkei zu schicken. Sie sollen dort die Kultur ihrer Eltern näher kennenlernen und gleichzeitig „Botschafter Frankfurts sein“, sagte der OB. Eine Erweiterung dieses Austauschs auf Tel Aviv böte sich an – auch, um Vorurteile bei den Jugendlichen abzubauen.

Eine Rolle bei der Betreuung der Jugendlichen dürfte dem Arabisch-jüdischen Jugendzentrum in Tel Aviv zukommen, das am Dienstag von Feldmanns Vorstoß erfuhr. Direktor Ibrahim Abu Shindi zeigte sich aufgeschlossen. Das Zentrum habe Erfahrung damit, jüdische und muslimische Jugendliche zusammenzubringen: „Das funktioniert zunächst über Sport oder Musik – später reden wir dann über Politik.“

Auch Dorit Harel, die bei der Stadt Tel Aviv für den internationalen Jugendaustausch zuständig ist, zeigte sich offen. Ob in naher Zukunft auch ein doppelter Gegenbesuch von Israelis – in Frankfurt und Eskisehir – möglich sein wird, bezweifelte sie jedoch: „Die meisten israelischen Eltern würden ihre Kinder derzeit nicht in die Türkei schicken.“

Für Kerstin Vollmerhausen vom Jugendring, die der Frankfurter Delegation in Tel Aviv angehört, hat das Projekt großen Charme. Allerdings müsse die Finanzierung geklärt werden. Daran beteiligen sich bei einem Austausch in der Regel internationale Jugendorganisationen. Für das Jahr 2013 nehmen diese aber keine Anträge mehr entgegen. Der trilaterale Austausch könnte also frühestens 2014 starten.

Zudem standen am zweiten Tag von Feldmanns Israel-Reise Gespräche mit der Deutsch-Israelischen Handelskammer auf dem Programm. Experten der Kammer sagten,

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