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Nordend Zu viel Müll an Haltestellen und Spielplätzen

Grundschüler und Jugendliche der Mittelstufe inspizieren ihren Stadtteil im Hinblick auf Kinderrechte. Es gibt Verbesserungsbedarf.

19.01.2017 19:01
Nadine Benedix
In der Merianschule haben die Kinder ihre Ideen vorgetragen. Foto: christoph boeckheler*

Der Müll stört Jugendliche wie Kinder im Stadtteil besonders. „Uns ist aufgefallen, wie dreckig die U-Bahnstationen im Stadtteil sind – Da will kein Kind alleine warten“, sagen etwa Rosanna (15) und Charlotte (8). Sie haben beim Projekt „Kinderrechte-Check“ von IGS Nordend und Merianschule ein Team gebildet – Grundschüler und Jugendliche aus der Mittelstufe schauen sich gemeinsam um, wie gut die Kinderrechte der Vereinten Nationen im Nordend umgesetzt sind.

Am Donnerstag haben sie in der Merianschule ihre Erkenntnisse der Kinderbeauftragten des Stadtteils präsentiert. „Ich finde es toll, endlich mal die Stimmen der Kinder direkt – ohne eine Zwischenschaltung der Eltern – zu hören“, sagt Ulrike Grzimek (CDU). Organisiert hat das Projekt der Verein Makista, der hessenweit Bildungsprojekte zu Demokratie und Kinderrechten in Schulen anbietet.

„Wir helfen Schulen und Lehrern dabei, die UN-Kinderrechtskonvention in den Schulalltag einzubinden und Kinder über ihre Rechte zu informieren“, erklärt Geschäftsführerin Jasmine Gebhard.

Im Nordend haben die Kinder nicht nur dreckige U-Bahnstationen vorgefunden. „Der Spielplatz auf dem Friedberger Platz ist etwas zu klein und häufig auch sehr dreckig“, sagt die 14-Jährige Renee. Ihr achtjähriges Projektpatenkind Johannes, wohne dort in der Nähe und habe häufig keine Spielmöglichkeit in der Nähe seines Zuhauses.

Auch der Holzhausenpark sei derzeit nicht kinderfreundlich. „Der Park ist schön und groß, aber leider oft voller Müll. Außerdem sind Wege verwirrend, man verläuft sich ganz leicht“, sagt die Drittklässlerin Luzie. Das Problem sei immerhin bald gelöst, sagt Kinderbeauftragte Grzimek.

Die Sanierung des Parks sei ja schon geplant und beginne im kommenden Frühjahr. Dabei würden keine Spielgeräte entfernt, lediglich Neue aufgebaut, versichert sie den Kindern. Um das Thema Müll wolle sie sich kümmern, die Stadt sei gefragt.

Als weiteres Problem haben die Schüler die Ampeln im Stadtteil ausgedeutet. „Die Autos bekommen zu schnell grün und fahren einfach los – obwohl noch Kinder auf Straße sind“, sagen Katharina (14) und Anri (8). Etwa an der Ecke Höhenstraße / Burgstraße. Im vergangenen Jahr habe es einen Rundgang mit Ämtern und Polizei zu gefährlichen Stellen im Straßenverkehr gegeben, sagt Grzimek. Wenn sich bisher nichts geändert habe, müsse sie nachhaken.

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