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Nordend Lernen, auch mal etwas auszuprobieren

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verleiht Zertifikate an zwölf Kitas. Ausgezeichnet werden welche, die Kindern zum Forschen und Experimentieren anregen.

02.12.2016 15:16
Joel Schmidt
Einrichtungen, die den Forschersinn von Kindern fördern. Foto: Andreas Arnold

Verschiedene Forschungsstationen sind in den Räumen der Orangerie des Kinderschutzbundes Frankfurt aufgebaut. Bunte Kreisel, Spiegelinstallationen und unzählige Luftballons warten darauf, von den Gästen in Beschlag genommen und ausprobiert zu werden. Doch vorerst müssen sich die Kinder der zwölf Kinderzentren noch etwas gedulden, denn sie sind nicht nur zum Spielen hier: Ihre Einrichtungen werden mit dem Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet.

„Unsere Aufgabe ist es, Pädagogen darin zu schulen, wie man Forschen und Experimentieren in den Alltag der Kinder integrieren kann“, sagt Irina Hennig, Referentin für Netzwerke aus Berlin. Verliehen werden die Zertifikate von der bundesweiten Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, deren Ziel die frühkindliche Bildung in den sogenannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – ist. Seit Gründung der Stiftung vor zehn Jahren habe man mit diesem Angebot bundesweit bereits 30 000 Kitas und über zwei Millionen Kinder erreicht, so Henning.

„Wir wollen den Kindern beibringen, sich zu trauen neue Dinge auszuprobieren. Dabei dürfen sie auch mal was falsch machen. Letztendlich geht es darum, sie in ihrem Selbstvertrauen zu stärken“, sagt Hennig.

Miriam Schulze vom Netzwerk Kita Frankfurt verkündet, dass seit 2010 bereits über 60 städtische Kinderzentren offiziell als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet worden seien und das Netzwerk seitdem etwa 180 pädagogische Fachkräfte zu Lernbegleitern in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik ausgebildet habe.

Eine von ihnen ist Diana Maibaum, welche vor fünf Jahren mit dem Projekt in Kontakt kam. Sie ist pädagogische Fachkraft in einer der ausgezeichneten Einrichtungen und erzählt, dass das Angebot bei den Kindern sehr gut ankomme: „Die Kinder haben ja sowieso schon einen enorm hohen Entdeckungsdrang, in dem sie von Erwachsenen leider viel zu oft gebremst werden. Wir wollen sie ermutigen, dieser Lust am Entdecken weiter nachzugehen“, sagt sie.

Bereits seit 2009 engagiert sich das Lokale Netzwerk Kita Frankfurt – die städtischen Kinderzentren im Rahmen dieser Bildungsinitiative in der Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften in den städtischen Kinderzentren. Zehn der zwölf Einrichtungen erhalten besagtes Zertifikat mittlerweile zum vierten Mal, für zwei weitere stellt die Auszeichnung eine Premiere dar.

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