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Nordend Frankfurt School Auf der Zielgeraden

Die Frankfurt School stellt ihre Pläne für den neuen Standort an der Adickesallee im Nordend vor. Die ehemalige Oberfinanzdirektion soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Bis 2017 will die im Ostend ansässige Privathochschule auf das Gelände umziehen.

Ein Entwurf, wie die Hochschule einmal aussehen könnte. Foto: Henning Larsen Architects

In einer außerplanmäßigen Sitzung des Ortsbeirats 3 am morgigen Donnerstag werden Vertreter der Frankfurt School of Finance & Management das Ergebnis des Architektenwettbewerbs für ihren neuen Standort an der Adickesallee vorstellen. Die an der Sonnemannstraße im Ostend ansässige Privathochschule will bis zum Jahr 2017 auf das Gelände der ehemaligen Oberfinanzdirektion ziehen. Dazu soll der denkmalgeschützte Altbau abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, der sich am Bestandsgebäude orientiert. Wegen einer Schadstoffbelastung ist eine Sanierung nicht möglich. Der vorgelagerte Pavillon soll allerdings erhalten bleiben.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, sagt Angelika Werner, Sprecherin der Frankfurt School. Die Hochschulleitung hat sich für den Entwurf des dänischen Architektenbüros Henning Larsen entschieden. Im Gegensatz zum Bestandsgebäude soll der Neubau nicht die Form einer Scheibe haben, sondern aus mehreren versetzten Türmen bestehen. Dadurch soll jeder Nutzer einen Arbeitsplatz mit Tageslicht und Ausblick auf die Skyline haben. Die Bürotürme sind durch Dachgärten und eine Gartenpromenade verbunden.

Baubeginn 2014

Zwischen den Türmen soll die „Zeil des Wissens“ liegen, ein „zentraler Treffpunkt des Campus“, wie es in der Konzeptbeschreibung auf der Internetseite heißt. Diese Flaniermeile soll mehrere Funktionsräume miteinander verbinden: Auditorium, das Learning Center, Restaurant, Cafés, Geschäfte, Studienbetreuung und Seminarbereich.

Im Herbst wird die alte Oberfinanzdirektion abgerissen, für die erste Hälfte des Jahres 2014 ist der Baubeginn geplant. 95 Millionen Euro soll der Neubau kosten, zehn Millionen Euro hat die Hochschule für das Grundstück bezahlt. Finanzieren will die Frankfurt School ihr Projekt mit dem Verkauf der Bestandsimmobilie in der Sonnemannstraße, aus Eigenkapital sowie einem Darlehen.

Bereits im August 2012 hat ein Vertreter des Stadtplanungsamts die ersten Entwürfe für einen Bebauungsplan im Ortsbeirat vorgestellt. Neben der Frankfurt School, auf dem benachbarten Gelände des ehemaligen Sozialgerichts, ist eine Kinderkrippe mit 50 Plätzen, ein Studentenwohnheim und ein Hotel vorgesehen. Die Unterkünfte sollen vor allem den Studenten und Gästen der Hochschule dienen. Auf dem ehemaligen Gelände des Bundesamts für Ernährung sind 200 Wohnungen und kleine Läden geplant.

Sorgen um Stellplätze

Der Ortsbeirat macht sich bei dem Projekt Sorgen um Stellplätze in der Nachbarschaft. Einer Anregung an den Magistrat zufolge fürchten Anwohner, dass der zusätzliche Stellplatzbedarf durch die neuen Nutzungen zu einer Überlastung führen werde. Daher fordert das Stadtteilparlament die städtische Verwaltung auf, eine umfassende Aufstellung der derzeitigen und künftigen Stellplatzbedarfe im Bereich des Bebbauungsplangebiets vorzulegen. Bisher ist nur bekannt, dass eine Tiefgarage für Anwohner und Hochschule geplant ist.

Die Linken sorgen sich, dass die Studenten der Bankakademie „auf den Wohnungsmarkt im Stadtteil drängen werden“, wie es in einem Antrag heißt. Dadurch sei zu befürchten, dass Bedarf und Preise steigen könnten. Daher sollen auf den Flächen neben der Frankfurt School Studentenwohnheime gebaut werden.

Der Ortsbeirat 3 tagt am Donnerstag, 22. August, im Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21, Walter-Dirks-Saal, 3. Stock. Beginn: 19.30 Uhr.
Das Konzept im Internet unter: www.fs.de/neuer-campus

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