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Niederrad Ein neuer Name für die Bürostadt

Der Ortsbeirat 5 will über die Benennung des Viertels noch diskutieren. Eine Unternehmerinitiative mahnt zur Eile.

22.01.2017 18:54
Jöran Harders
Bekannt in der Bürostadt Niederrad ist das Nestlé-Haus. Foto: Rolf Oeser

Neu aufgeflammt ist im Ortsbeirat 5 die Diskussion darum, wie die Bürostadt Niederrad in Zukunft heißen soll. Die Stadt verwendet im Zusammenhang mit der begonnenen Umgestaltung der Bürostadt zu einem gemischten Quartier mit Büros und Wohnungen die Bezeichnung Lyoner Viertel. Dieser Name stößt jedoch nicht überall auf Gegenliebe.

„Lyoner Viertel klingt zu sehr nach Wurst“, bemängelte der stellvertretende Vorsitzende der Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN), Detlef Franke, in der Sitzung am Freitag. Stattdessen solle es lieber Lyoner Quartier heißen. Für die SINN sei die neue Namensgebung ein wichtiges Thema. Der künftige Name solle den Wandel von einem Bürostandort der 70er Jahre zu einem lebendigen Wohnviertel widerspiegeln, wünscht sich Franke.

Die Standort-Initiative, zu der rund ein Dutzend Unternehmen gehören, hat auch eigene Vorschläge in die Diskussion eingebracht. 2015 hatte die SINN die Bevölkerung dazu aufgerufen sich an einem Wettbewerb zu beteiligen. Aus rund 400 Einsendungen suchte eine Jury drei mögliche Namen heraus: Rothenham, Südweststadt und Südend.

Bürger einbeziehen

„Die Niederräder müssen gefragt werden“, forderte Marlis Gutmann (Linke). Die Stadtteilpolitiker waren sich daher schnell darüber einig, dass der Ortsbeirat über den Namen entscheiden soll, wenn das Gremium in Niederrad tagt. Das wird das nächste Mal im März der Fall sein.

„Ich kenne niemanden in Niederrad, der den Namen Lyoner Viertel gut findet“, sagte Petra Korn-Overländer (SPD). Zwar hatte sich in einer Umfrage der CDU eine Mehrheit für diese Bezeichnung ausgesprochen. Allerdings hatten sich nicht allzu viele Personen an dieser Umfrage beteiligt. 13 Stimmen votierten dabei laut Horst Kriehn (CDU) für das Lyoner Viertel, zum Vergleich hatten sich vier Stimmen für Niederrad West ausgesprochen.

Vor der Abstimmung sollten noch einmal Fachleute zu Wort kommen, schlug Cornelia Bensinger (BFF) vor. Eine Fortführung der Diskussion befürwortet auch die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Niederrad, Stefanie Then: „Es gibt Dinge, die haben Eile, und es gibt Dinge, für die kann man sich Zeit lassen“, so Then. Die Namensentscheidung könne überlegt und in Ruhe getroffen werden.

„Es wird Zeit für einen neuen Namen“, sagte dagegen Detlef Franke. Schließlich sei mittlerweile bereits drei Jahre lang über die Angelegenheit nachgedacht und debattiert worden. Dass die Bürostadt nun endlich einen positiv besetzten Namen erhalte, sei dringend erforderlich. „Die ersten Häuser sind gebaut, die ersten neuen Bewohner sind da.“ Die Bedeutung eines gut gewählten Namen für das Image eines Wohnquartiers sei nicht zu unterschätzen. Daher sei er auch für Immobilienunternehmen, die dort investieren, sehr wichtig.

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