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Niederrad Bau zahlreicher Wohnungen „blockiert“

Die Frankfurter Standort-Initiative Neues Niederrad, in der sich zahlreiche Unternehmen zusammengeschlossen haben, wirft Stadt Verzögerung bei der Entwicklung des Stadtteils und dem Wohnungsbau vor.

Planungsdezernent Mike Josef, SPD. Foto: Andreas Arnold

Kaum ist der neue Planungsdezernent Mike Josef (SPD) im Amt, sieht er sich schon mit einem massiven Protest aus einem Stadtteil konfrontiert. Die Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN), in der sich zahlreiche Unternehmen zusammengeschlossen haben, schlägt Alarm. Die Entwicklung des Stadtteils und der Bau zahlreicher Wohnungen werde blockiert. Auch in der letzten Sitzung des Stadtparlaments vor der Sommerpause am 14. Juli sei der lang erwartete städtische Bebauungsplan 872 wieder nicht beschlossen worden.

Er sei aber die entscheidende Voraussetzung dafür, dass mit dem Bau vieler Wohnungen begonnen werden könne: „Zahlreiche Investoren stehen in den Startlöchern.“ Der Bebauungsplan 872 betrifft den westlichen Teil Niederrads; den Plan 885 für den Osten der Bürostadt hatte das Stadtparlament bereits 2014 beschlossen. „Der zweite Bebauungsplan wäre ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung des Wandels, derzeit wirkt das Quartier noch wie im Wartestand“, sagt David Roitman, der Vorsitzende der SINN.

Die Bürostadt könne schon bald Heimat von 10 000 Menschen werden, denn viele Investoren wollten dort Wohnungen bauen.

Planungsdezernent Josef verspricht, dass der Bebauungsplan „nach der Sommerpause“ von ihm in den Magistrat eingebracht wird. „Wir haben ein hohes Interesse daran, dass die Bürostadt ein lebendiges Quartier wird.“ Josef kündigt an, dass er sich mit der Standort-Initiative zum persönlichen Gespräch treffen wird. Er wolle sich die Forderungen „genau anschauen“.

Niederrad könne zu einem bundesweit beachteten Musterbeispiel für die harmonische Verbindung von Büro- und Wohnraum werden, erklärt SINN-Geschäftsführer Detlef Hans Franke. „Diese Chance darf nicht vertan werden.“ Die Initiative fordert aber auch, dass die Stadt über den rechtlichen Rahmen des Bebauungsplanes hinaus aktiv wird.

So sei der Bau einer Grundschule im Stadtteil zwar vorgesehen, es fehle aber immer noch ein geeignetes Grundstück. Offen sei, wo und wann eine weiterführende Schule für das Viertel entstehen könne. Die Standort-Initiative verlangt außerdem einen Zeitplan zur Neuregelung des ruhenden und fließenden Verkehrs in Niederrad.

Für den Bahnhof Niederrad existiere ein Lichtkonzept, entwickelt im Rahmen eines studentischen Projekts. Hier stehe die Umsetzung aber noch aus.

Schließlich brauche es neue Grünzonen im Viertel.

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