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Nieder-Eschbach U-Bahn heißt nun Deuil-la-Barre

Seit 1967 unterhält Nieder-Eschbach eine eigene Städtepartnerschaft mit Deuil-la-Barre. Die VGF tauft nun Wagen auf die französische Partnerstadt.

Eine Delegation aus Deuil-la-Barre ist eigens zur U-Bahn-Taufe angereist. Foto: Monika Müller

Um kurz nach halb zwölf setzt sich die neue U-Bahn in Bewegung. Am Waggon prangt der Schriftzug „Deuil-la-Barre“. An Bord sind Mitglieder der gleichnamigen französischen Partnerstadt und Nieder-Eschbacher Ortsvertreter. Mit einer Jungfernfahrt von Heddernheim nach Nieder-Eschbach haben sie am Samstagmorgen die Taufe des Wagens mit der Nummer 643 gefeiert.

Seit 1967 unterhält Nieder-Eschbach eine eigene Städtepartnerschaft mit Deuil-la-Barre, das rund 15 Kilometer nordwestlich von Paris liegt. Es ist der einzige Stadtteil, dem diese Ehre gebührt. Hintergrund ist, dass Nieder-Eschbach erst seit 1972 zu Frankfurt gehört – zuvor war es noch ein Bauerndorf vor den Toren der Stadt.

„Wir wollen unseren Willen zur Fortsetzung der Freundschaft mit Deuil-la-Barre zum Ausdruck bringen“, sagt der Ortsvorsteher von Nieder-Eschbach, Ernst Peter Müller, in seiner Festrede auf dem Heddernheimer Bahnsteig. Angesichts des 50-jährigen Jubiläums im kommenden Jahr hatte der Ortsbeirat 15 beim Magistrat beantragt, einen U-Bahnwagen nach der 22 000-Einwohner-Gemeinde zu benennen.

Auf offene Ohren gestoßen

Bei der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) stieß das Gremium auf offene Ohren. „Als die Anfrage kam, haben wir sofort zugesagt, denn die Städtepartnerschaft fördert das Miteinander“, erläutert VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott. „Wir wollen unseren kleinen Teil dazu beitragen.“

Künftig fährt der U-Bahnwagen mit dem Wappen und dem Schriftzug von Deuil-la-Barre durch die Stadt. Angebracht sind die Kennzeichen an beiden Enden des Zugs. Die Kosten tragen die Stadt und der Förderkreis für Europäische Partnerschaften. Der Ortsbeirat 15 steuert bis zu 1500 Euro aus seinem Budget bei.

Vier Vertreter aus Deuil-la-Barre sind bei der Taufveranstaltung am Samstag dabei. „Die französische Delegation hat die Einladung mit großer Freude angenommen“, sagt Dominique Petitpas, Stellvertreterin für kulturelle Angelegenheiten, Jugend, Sport, Städte- und Verbandsangelegenheiten. Natürlich gebe es zwischen beiden Ländern große Unterschiede, so Petitpas. Doch die sollten nicht als trennend, sondern als Bereicherung gesehen werden. „Es ist erklärter Wille Deuil-la-Barres, die Partnerschaft aufrecht zu erhalten und zu entwickeln.

Das 50-jährige Jubiläum soll nächstes Jahr in Deuil-la-Barre groß gefeiert werden. Zu diesem Zweck hat der Ortsbeirat 15 bereits den Vorsitzenden des Nieder-Eschbacher Vereinsrings, Holger Dyhr, zum offiziellen Beauftragten bestimmt: Der Ex-Ortsvorsteher soll den Festakt vorbereiten. „Das ist heute der Auftakt, die Vorbereitungen gehen jetzt los“, sagt Dyhr voller Vorfreude.

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