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Nieder-Erlenbach Konfetti gegen die AfD in Frankfurt

Wegen Protesten verlegt die rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ eine Wahlkampfveranstaltung vom Frankfurter Gutleut nach Nieder-Erlenbach. Trotzdem sind mehr Demonstranten als AfD-Sympathisanten vor Ort.

AfD-Landessprecher NRW Martin Renner zu Gast in Frankfurt. Foto: Imago

Rund 140 Menschen haben am Dienstagabend vor dem Bürgerhaus Nieder-Erlenbach gegen eine Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) protestiert.

Neben Frankfurter Lokalpolitikern von Grünen und Ökolinx hatten sich überwiegend junge Antifa-Aktivisten vor dem Gebäude versammelt. Sie versuchten, den rund 50 ankommenden AfD-Sympathisanten den Weg zum Bürgerhaus zu verstellen und riefen immer wieder Parolen wie „Nazis raus“ und „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“. Außerdem warfen die versammelten Gegendemonstranten Konfetti in die Luft, spielten Musik und hielten Protest-Schilder in die Höhe. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot und Polizeihunden vor Ort und hatte das Gebäude vollständig abgeriegelt. Vereinzelt kam es zu Rangeleien zwischen Polizisten und Protestierern, als AfD-Sympathisanten durch die Gegenkundgebung gebracht werden mussten. Die Beamten nahmen die Personalien eines Gegendemonstranten auf.

Ursprünglich hatte die AfD-Veranstaltung mit dem Titel „Demokratie und Rechtsstaat in Gefahr“ im Saalbau Gutleut stattfinden sollen, wurde aber nach Nieder-Erlenbach verlegt, um dem erwarteten Protest zu entgehen. Der Hauptredner bei der AfD, der nordrhein-westfälische Parteisprecher Martin Renner, bezeichnete die Partei in seiner Rede als rechtes Gegengewicht zum mittlerweile überwiegend linken Parteienblock und zum „missglückten Währungs-Experiment Euro“.

Die Europäische Union, die nur eine „Fassadendemokratie“ sei, ziele auf die Entmächtigung des Volkes und die Zerstörung nationaler Identitäten. Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in Ungarn gestrandete syrische Flüchtlinge nach Deutschland zu holen, bezeichnete Martin Renner als „quasifeudalistischen Entscheidungsakt“.

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