Lade Inhalte...

Nied Platz für Veranstaltungen

Architekten stellen die Entwürfe für das Nieder Loch, einer Fläche zwischen Ortskern und Mainzer Landstraße vor. Ob die Pläne mit neuem Supermarkt und winkelförmigen Gebäuden umgesetzt werden, ist noch unsicher.

Passanten auf der Mainzer Landstraße in Nied. Foto: ROLF OESER

Es gibt neue Pläne für das Nieder Loch, die Fläche zwischen Ortskern und der Mainzer Landstraße. Fünf Architekturbüros reichten Entwürfe ein, die Jury hat sich einstimmig für das Konzept von „Dirschl.Federle-Architekten“ entschieden. Matthias Federle hat die Pläne am Mittwoch im Bürgerhaus vorgestellt.

Man wolle den Charakter des Stadtteils erhalten, sagte Federle. „Die typische Bauform ist niedrig gehalten, häufig findet man Hakenhöfe.“ Entsprechend sehen die Entwürfe winkelförmige Baukörper mit einer Höhe von drei bis vier Geschossen vor, zwischen den Gebäudegruppen Wohnhöfe. Das Konzept beinhaltet auch eine Fläche für einen Supermarkt. Kunden und Anwohner sollen in der Tiefgarage parken. Neben den Plänen für den Ortsrand hat die Stadt auch ein Ideenkonzept für das angrenzende Terrain zwischen Ruderclub und Mainzer Landstraße mitgebracht.

Daniel Gornig präsentierte den Vorschlag von „Jo.Franzke Architekten“ und „Die LandschaftsArchitekten“. „Uns war schnell klar, dass wir gegen eine Bebauung sind.“ Die Ausgangslage sei eine besondere, da der Platz abgesenkt ist. „Abgesenkte Orte geben ein geschütztes Gefühl, in einer Kuhle fühlt man sich wohl.“ Eine grüne Pufferzone rings um den Platz solle den Charakter verstärken.

Der Platz selbst würde frei bleiben und mit einer großen Pavillonkonstruktion überdacht werden. Auf der Fläche, die so entstehe, könne allerhand stattfinden, vom Wochenmarkt bis hin zum Public Viewing sei alles möglich, erklärte Gornig.

Ob der Vorschlag von Jo Franzke.Architekten und Die Landschaftarchitekten in die Tat umgesetzt wird, ist noch unklar. Ebenso wie die Antwort auf die Frage, wo die Straßenbahn künftig halten soll. „Das wird in einem gesonderten Termin beschlossen“, sagte Karl-Heinz Stab vom Stadtplanungsamt.

Die Bürger sind indes nicht so glücklich über die Vorstellung. „Bürgermeister Cunitz hatte uns vor zwei Jahren eine Planungswerkstatt zu dem Thema versprochen. Nun bekommen wir nur ein Konzept vorgestellt und bei dem ist auch noch die Verkehrsplanung verkorkst“, sagte Martin Hinz vom Arbeitskreis Verkehr. Der Arbeitskreis ärgert sich, dass die Bürger zu wenig in die Planung einbezogen wurden und nicht alle Vorschläge zu sehen bekommen hätten.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum