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Nied, Hausen, Fechenheim Es weihnachtet in den Stadtteilen

Am zweiten Adventswochenende öffnen etliche Weihnachtsmärkte. In Nied gibt es heißen Caipirinha, in Hausen Thüringer Würste und in Fechenheim Nordmanntannen.

In Fechenheim gibt es jede Menge Bühnenprogramm. Foto: Rolf Oeser

Hier ist es viel schöner als auf dem Römer“, sagt Uschi Föller. Dabei ist sie gerade einmal zehn Minuten mit ihrem Mann auf dem Adventsmarkt in Nied. Die Leute hier seien alle so nett und die Atmosphäre ganz besonders, sagt Föller. Damit das Erlebnis noch besinnlicher wird, ist das Ehepaar erst am Samstagabend da, wenn die Sonne unter- und die Lichter angegangen sind.

Der Vereinsring Nied, der den Markt organisiert, hat mit dem Neumarkt als Weihnachtsmarktstandort atmosphärisch einen guten Vorsprung gegenüber anderen Märkten. An einem Stand, der sonst im Sommer an der Nidda Erfrischung bietet, gibt es das Ganze nun in der Weihnachtsfassung: Heißer Caipirinha nennt sich das zum Beispiel.

„Unseren Gewinn spenden wir“, sagt Georg Grimm vom Stand. An ein Kinderhospiz soll das Geld gehen. Alle machen sie das hier. Sind die Kosten gedeckt, wird der Rest an wohltätige Einrichtungen gespendet. „An wen, das können die Vereine selbst entscheiden“, erklärt Gottfried Horky, zweiter Vorsitzender des Vereinsrings Nied.

Und was man in Nied kann, kann man in Hausen ebenso. „Der Erlös wird an die evangelische Kirche gehen, die für ihr neues Gemeindehaus etwas Inneneinrichtung braucht“, sagt Volker Steinmetz. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises Hausen, der den Adventsmarkt am vergangenen Samstag organisiert hat.

Wann lerne man schon mal die Feuerwehr kennen, fragt eine ältere Frau, auf dem Weihnachtsmarkt gehe das, hier könne man die Menschen und Einrichtungen aus dem Stadtteil entdecken, einfach so. Jahr für Jahr kommt die zierliche Dame zu dem Markt, „es ist so schön, dass sich die Vereine auch mal darstellen können und die Menschen sich treffen.“

Steinmetz möchte genau das: die Leute auf die Straße bringen, damit sie sich austauschen. Dabei noch etwas Besinnlichkeit schaffen, gemeinsam beten und Leben in den Stadtteil bringen. „Sehen Sie sich hier um – die Leute kommen zahlreich“, sagt Steinmetz. Anne Kelzenberg ist eine von ihnen. Sie verkauft am Stand der Kerschensteiner-Schule all das, was andere Eltern den Morgen über gebacken haben dürften.

Dafür bleibt Gabriela Mengdehl keine Zeit. Sie hat nur Augen für die Thüringer Rostbratwürste vor ihr auf dem Grill. „Für die Würstchen kommen die Leute extra hierhin“, sagt sie, die eigentlich beim Tennis-Club Cassella spielt, nun aber für ihren Verein auf dem Weihnachtsmarkt in Fechenheim Schläger gegen Zange getauscht hat.

Gemeinnützigkeit wie in Hausen oder Nied kennt man auch in Fechenheim. Verschiedene Einrichtungen hätten im Vorhinein Weihnachtsbäume geschmückt, die würden nun prämiert und die Gewinner dürften sich etwas wünschen, sagt Sabine Lauer, die den Markt Auf dem Burglehen mitorganisiert. In der Vergangenheit wären das beispielsweise Trommeln für die Kita gewesen. Finanziert werde das durch die Einnahmen aus einer Versteigerung auf dem Weihnachtsmarkt.

Für diejenigen, denen das Warten bis Weihnachten noch zu lange ist, gibt es in Fechenheim auch Nordmanntannen zu kaufen. „Das richtige Geschäft beginnt aber erst nächste Woche“, sagt Kurt Schmidbaur in seiner kleinen Verkaufsbude.

Was den Fechenheimer Weihnachtsmarkt besonders macht, weiß Lauer: die Bühne. Das gesamte Wochenende über gibt es auf der Programm, am letzten Tag wird gemeinsam gesungen.

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