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Neujahrsgrußwort Wachstum sozial gestalten

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU) fordern in ihrem Neujahrsgruß mehr bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt. Weitere Themen ihres Grußwortes sind die Flüchtlingskrise und die Terrorbedrohung.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Foto: Alex Kraus

Auf ein Jahr des Wachstums und großer Herausforderungen blicken Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in ihrem Neujahrsgrußwort zurück. Mehr als 715 000 Menschen leben inzwischen mit Hauptwohnsitz in der Stadt, 12 000 zusätzliche Arbeitsplätze sind entstanden. So viele Touristen wie nie kamen.

„In Frankfurt lässt es sich für die Meisten gut leben. Und doch müssen wir immer darauf achten, dass dieses Wachstum auch sozial gestaltet wird“, mahnen Feldmann und Siegler. Die Stadt ziehe Fachkräfte, Familien und Studierende an. Aber auch die bereits hier Lebenden müssten weiterhin ihren Platz finden und dürften nicht durch steigende Mieten vertrieben werden. Nötig sei mehr bezahlbarer Wohnraum, heißt es in ihrem Grußwort.

Die unerwartete Zahl der in Frankfurt ankommenden Flüchtlinge habe die Verwaltung „stark herausgefordert“, schreiben Feldmann und Siegler. Das Engagement unzähliger freiwilliger Helfer sei daher unentbehrlich gewesen. Mit der Erstaufnahme und Unterbringung der Geflüchteten sei die Arbeit aber nicht getan. Siegler und Feldmann warnen davor, die „übrigen Bedürftigen“ zu vergessen: sozial Schwache, Alte, Kranke, Obdachlose. „Sicher ist, dass dies die Mobilisierung erheblicher Ressourcen bedeutet, die selbst eine Stadt wie Frankfurt ohne zusätzliche Mittel von Bund und Land nicht ohne Weiteres aufbringen kann.“

Von zentraler Bedeutung sei es zudem, neue Schulen und Kitas zu errichten und andere zu modernisieren sowie die schulische Betreuung auszubauen.

Die Anschläge in Paris und die Absage des Radrennens am 1. Mai hätten gezeigt, dass Terror nicht nur eine abstrakte Gefahr darstelle, schreiben Feldmann und Siegler. Es gelte nun, weiter mit allen notwendigen Mitteln für Sicherheit zu sorgen, die Kultur als freie und weltoffene Stadt aber zu bewahren. „Alles andere wäre ein Sieg für die Terroristen.“

Gerade wegen der großen Herausforderungen sei es wichtig wie nie, am 6. März wählen zu gehen, werben Feldmann und Siegler. Wer das nicht tue, stärke die Extremisten.

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