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Neues Hochhaus Sieben Höfe und ein Turm

Architekturstudenten präsentieren einen Entwurf für das Innenstadt-Areal zwischen Roßmarkt, Junghofstraße und Neuer Mainzer Straße – die Umsetzung der "Frankfurter Stadthöfe" ist jedoch noch ungewiss

Ein Hochhaus (Mitte) überragt die „Frankfurter Stadthöfe“. Foto: Pacifico

Es ist ein wichtiges Areal im Frankfurter Stadtzentrum, doch Planer und Architekten haben sich schon lange nicht mehr für dieses Quartier interessiert, von der Kommunalpolitik ganz zu schweigen. Zwischen Roßmarkt, Junghofstraße, Großer Gallusstraße und Neuer Mainzer Straße breiten sich die Gebäude der Deutschen Bank aus – für die Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich. Jetzt haben Architekturstudenten von fünf deutschen Hochschulen im Auftrag des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft untersucht, wie sich das Quartier für alle öffnen ließe.

„Frankfurter Stadthöfe“ heißt das Motto des siegreichen Entwurfs der Architekturstudenten Mark Streich, Finn Petersen und Bastian Große Halbuer von der HafenCity-Universität in Hamburg. Dass die Stadt ihn präsentiert, demonstriert, wie groß das Interesse der Kommune an einem positiven Wandel dieses Areals ist.

Der Planer ist neugierig auf die Vorstellungen der nachfolgenden Generationen

Die Studenten haben einen 228 Meter hohen Turm entworfen, der an der Großen Gallusstraße steht. An der Spitze gibt es ein Restaurant, darunter Sport- und Fitnesseinrichtungen. Erst dann folgen Büros. Unten skizzieren sie eine Folge von sieben Höfen, durch die sich flanieren lässt und um die sich Läden, Restaurants oder Galerien gruppieren.

Dieter von Lüpke, der Leiter des Stadtplanungsamts, spricht von der „großen Chance, das Areal zu verbessern“. Dazu brauche es auch eine Verbindung zwischen Neuer Schlesinger Gasse und Junghofstraße sowie eine Passage zwischen Junghofstraße und Großer Gallusstraße. Der Wettbewerb sei ein Teil der Anstrengungen des Amtes, „die Diskussion und den Dialog mit der Bürgerschaft“ anzustoßen. Als Planer zeigt er sich „neugierig auf die Vorstellungen einer nachfolgenden Generation."

Zunächst einmal gibt es ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro

Für das Gelände gibt es längst einen rechtsverbindlichen städtischen Bebauungsplan, ein Turm ist im Hochhaus-Rahmenplan vorgesehen. Der stammt noch aus der Zeit vor knapp zehn Jahren, als die Deutsche Bank auf ihrem Grund und Boden an der Großen Gallusstraße das 250 Meter hohe „Max“-Hochhaus errichten wollte. Es war als neues Domizil der Europäischen Zentralbank (EZB) im Gespräch, doch die entschied sich, im Ostend selbst zu bauen.

Seither liegt „Max“ auf Eis. Nils Noack von der Deutschen Bank betont denn auch, dass sich an diesem Zustand des Projekts erst mal nichts ändern werde. „Wir melden uns, wenn wir was vorhaben", so Noack. Das heißt: Es ist völlig offen, ob und wann die Vorstellungen der Studierenden umgesetzt werden. Ihr Lohn ist zunächst einmal nur das Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro.

Die Ausstellung der Entwürfe ist bis zum 28. September im Atrium des Frankfurter Planungsdezernates, Kurt-Schumacher-Straße 10, zu sehen, werktags von 10 bis 18 Uhr.

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