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Neuer Henninger-Turm Millionen für Loft in der Turmspitze

70 Prozent der 207 Luxuswohnungen im neuen Henninger-Turm sind bereits verkauft. Eine Mehrfach-Verglasung soll die Bewohner gegen Fluglärm schützen. Ein Restaurant an der Spitze des Wohn-Hochhauses erinnert an den alten Henninger-Turm

Blick vom Wendelsweg aus: Das neue Luxus-Wohnhochhaus überragt das Quartier. Foto: christoph boeckheler*

Das neue Wahrzeichen des Sachsenhäuser Bergs ist schon von weitem nicht zu übersehen. Der Blick geht vom Wendelsweg aus auf das Henninger-Hochhaus, das 140 Meter hoch aufragt im Rohbau. Ein Aufzugskorb mit Arbeitern pendelt an der Seite auf und ab. Oben ist schon die Ausbuchtung der künftigen Aussichtsplattform in 132 Metern Höhe zu erkennen.

Von hier sollen die Besucher aus nah und fern künftig wieder auf die Frankfurter Skyline jenseits des Mains blicken können. Die Plattform, begrenzt von zwei Meter hohen Glaswänden, trägt 200 Personen gleichzeitig.

Und ein Restaurant an der Spitze des Wohn-Hochhauses ist auch wieder geplant. Der Investor, der Mannheimer Milliardärs-Sohn Daniel Hopp, tut alles, um mit dem Neubau an das frühere Frankfurter Wahrzeichen, den Henninger-Turm, zu erinnern. Von 1961 bis zum Abriss 2013 war dieses Gebäude für Generationen von Frankfurtern ein vertrauter Anblick und bis zur Schließung des Turm-Drehrestaurants 2002 auch ein allseits beliebtes Ausflugsziel. Dann mussten die Räume aus Sicherheitsgründen geschlossen werden, weil sie nicht mehr den Anforderungen des Brandschutzes entsprachen.

Betreiber des künftigen Henninger-Restaurants im 38. und 39. Stockwerk des Turms soll der Frankfurter Gastronom Christian Mook werden, wie Projektleiter Jörg Janson sagt. Einen Namen hat das sich drehende Restaurant des Hochhauses noch nicht. In dem Gebäude entstehen 207 Luxus-Wohnungen: Je weiter oben, desto teurer. In der Turmspitze gibt es vier weitere Unterkünfte von jeweils 350 Quadratmetern Fläche – jedes dieser Lofts ist schon für 4,55 Millionen Euro zu haben. Wie Projektleiter Jörg Janson sagt, sind zwei von ihnen mittlerweile verkauft, zwei weitere reserviert. Von den 207 Eigentumswohnungen habe man 70 Prozent bereits vermarktet: „Es gibt tatsächlich ein sehr hohes Interesse.“

Die Wohnungen sind zwei bis vier Zimmer groß, die kleinste Einheit umfasst 58 Quadratmeter, die größte 325 Quadratmeter. Für die kleinste Wohnung liegt der Preis bei 310 000 Euro. Vom Standard gehört eine Ausstattung mit Vollholzparkett, alle Einheiten sind mit mindestens einem Balkon ausgestattet. Die Räume sind bis zu 2,94 Meter hoch. Über eine Gegensprechanlage sind die Bewohner mit einem „Doorman“ verbunden.

Im Sockel rund um das Hochhaus, der schon im Rohbau fertig ist, finden sich künftig Ladenflächen im Umfang von 12 000 Quadratmetern, darunter ein großer Lebensmittelmarkt. Das Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt hat den Entwurf für den Luxus-Turm geliefert. Dass er am Rande der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens liegt, darf den Wohngenuss aus Sicht des Investors nicht trüben: Es gibt eine Mehrfach-Verglasung, um den Schallschutz zu gewährleisten. Langjährige Anwohner des Sachsenhäuser Bergs wie Thomas Hallstein sehen das neue Wohn-Hochhaus eher als Fremdkörper im traditionsreichen Wohnviertel, zudem beeinträchtigt durch den Fluglärm: „Man kann in dem Turm ja gar kein Fenster mehr öffnen.“

Nach dem derzeitigen Zeitplan wird der gesamte Henninger-Wohnturm Ende 2016 bezugsfertig sein.

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