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Neue Wertstofftonne Eine Tonne für fast alle Fälle

Eine neue Wertstofftonne soll Mülltrennen einfacher und effektiver machen. In die Tonne können neben allen Kunststoffen auch Metalle und Verbundstoffe. Ab April steht sie für rund ein Jahr probeweise bei 60.000 Frankfurtern.

26.03.2013 16:14
Eva Bender
Auch Bobbycars, Töpfe und Gießkannen dürfen in der neuen Wertstofftonne entsorgt werden. Foto: peter-juelich.com

Eine neue Wertstofftonne soll Mülltrennen einfacher und effektiver machen. In die Tonne können neben allen Kunststoffen auch Metalle und Verbundstoffe. Ab April steht sie für rund ein Jahr probeweise bei 60.000 Frankfurtern.

Juhu, ich komme in die neue Wertstofftonne“, ruft ein roter Kochtopf auf dem neuen Plakat der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES). Mit Flugblättern und Plakaten will das Unternehmen die Bevölkerung über die richtige Nutzung der neuen Tonne aufklären. Sie steht ab dem 1. April probeweise für ein Jahr bei rund 60.000 Frankfurtern.

Ab 2015 bundesweit

Mit einem orangenen Aufkleber wird aus der bekannten Verpackungstonne eine Wertstofftonne. Am Montagmorgen wurde sie auch Umweltdezernentin Rosemarie Heilig auf dem Betriebsgelände der FES vorgestellt. „Durch das neue Kreislauf-Wirtschaftsgesetz kommt die Wertstofftonne ab Januar 2015 bundesweit “, erklärt Heilig. „Mit der Einführung wollen wir auch verbessern, was bisher schlecht gelaufen ist und die Bevölkerung aufklären was wo reinkommt.“

„Das ist nötig, weil es bei der Nutzung der Verpackungstonne noch zu erheblichen Fehlwürfen kommt“, erklärt Dirk Remmert, Geschäftsführer der FES. Vor allem sogenannte „stoffgleiche Nichtverpackungen“, also Kunststoffe ohne Grünen Punkt, fanden immer wieder ihren Weg in die Tonne. „Die Wertstofftonne legalisiert das jetzt“, erklärt Remmert. „In diese neue Tonne dürfen nun alle Kunststoffe, neben Verpackungen nun auch Blumentöpfe, Gießkannen und Bobbycars. Hinzu kommen aber auch Metalle, wie Konservendosen und Werkzeuge, sowie Verbundstoffe.“ Mit wie viel mehr Müll man zu rechnen habe, soll durch den Modellversuch geklärt werden. Die Kosten hierfür trägt die FES. „Wir rechnen mit rund fünf Kilo mehr Müll pro Einwohner durch die Wertstoffe. Das ist nicht sehr viel.“

Keine Elektrogeräte in die Tonne

Weiterhin gibt es auch einige Materialien, die nicht in die gelbe Tonne gehören. „Das sind neben Holz, Schuhen und Textilien vor allem auch Elektrokleingeräte“, so Remmert. „Die können beim Zerpressen im Fahrzeug gefährliche Schadstoffe freisetzen.“

Eigens für diese Kleingeräte startet die FES ab nächster Woche ein weiteres Projekt. „In zunächst fünf Rewe-Filialen werden wir Tonnen im Eingangsbereich aufstellen, in denen man Elektrokleingeräte entsorgen kann“, so Remmert. Um welche Filialen es sich genau handeln wird, soll in der nächsten Woche bekannt gegeben werden.

Über ihre Erfahrungen aus dem Modellprojekt will sich die FES später mit Kommunen austauschen, die derzeit andere Konzepte ausprobieren. In Wiesbaden wird zum Beispiel mit einem zweiten Wertstoffbeutel geprobt. „Die Ergebnisse fließen in die konkrete Umsetzung für 2015.“

Heilig zeigt sich insgesamt zufrieden mit der kommunalen Entsorgung. „Seit Jahren zeigen wir in Frankfurt, dass wir mit der FES sehr gut organisiert sind.“

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