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Neue Straßenbahnlinie Straßenbahn über Alte Brücke

Die SPD-Fraktion im Römer schlägt eine neue Straßenbahn-Linie über Friedberger und Darmstädter Landstraße vor. Die künftige Linie 22 soll die bereits bestehende Line 18 ergänzen und Teile des Busverkehrs in die Innenstadt ersetzen.

Die 18 könnte eine Parallel-Tram bekommen.Christoph Boeckheler Foto: Christoph Boeckheler

Die SPD-Fraktion im Römer schlägt den Bau einer neuen Straßenbahn-Linie vor. Die Linie 22, so der Arbeitstitel, soll von der Unfallklinik in Seckbach über Friedberger Landstraße, Alte Brücke und Darmstädter Landstraße bis zum Hainer Weg in Sachsenhausen führen.

Die Nord-Süd-Verbindung würde die „stark befahrene Friedberger Landstraße und die Darmstädter Landstraße“ entlasten, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling. Die Linie 18 ab Friedberger Warte würde zwar von 14 000 Fahrgästen am Tag gut angenommen, sagte Oesterling. Sie sei aber in den Spitzenzeiten voll. Die Linie 22 könnte sie ergänzen.

Die Straßenbahn könnte auch Teile des Busverkehrs in die Innenstadt ersetzen, was den Schadstoff-Ausstoß verringere, so Oesterling. Bisher fährt die Buslinie 30 von Bad Vilbel aus in die Stadt. Sie soll künftig an Stadtgrenze enden, mit Umsteige-Option zur Straßenbahn. Hunderte Busfahrten am Tag fielen weg.

Die Buslinien OF 50 und 653, die derzeit nach Heusenstamm und Neu-Isenburg fahren, sollen künftig am Hainer Weg enden. An den beiden Straßenbahn-Endstationen Unfallklinik und Hainer Weg, so der Vorschlag, sollen neue Park-and-Ride-Parkhäuser mit Platz für 300 bis 400 Fahrzeuge entstehen.

Die neue Linie binde Wohngebiete besser an den Nahverkehr an, so Oesterling, sowohl die Neubaugebiete in Preungesheim-Ost als auch das geplante Innovationsquartier in Nähe der Friedberger Landstraße. In Alt-Sachsenhausen sei das „Ebbelwei-Viertel“ bisher nicht optimal an den Nahverkehr angeschlossen. Die neue Straßenbahn wäre auch vom neuen Quartier am Henninger Turm „fußläufig“ zu erreichen.

„Als Regierungspartei lassen wir die neue Straßenbahn-Linie prüfen“, kündige Oesterling an. Er ging von eins bis zwei Jahren Planung und vier Jahren Bauzeit aus. Die Kosten lägen geschätzt bei 75 Millionen Euro für das gesamte Projekt. Die Linie wäre insgesamt 7,7 Kilometer lang, davon vier Kilometer als Neubaustrecke.

Im Sachsenhausen will die SPD-Fraktion zusätzlich eine Alternative zur Straßenbahn prüfen lassen: Den Bau einer unterirdischen U-Bahn vom Südbahnhof zur Sachsenhäuser Warte. Die 1,1 Kilometer lange U-Bahn-Strecke würde zwischen 120 und 130 Millionen Euro kosten. Entsprechende Pläne gebe es seit den 1980er Jahren, die Stadtverordneten hätten sie in den 1990er Jahren aus Kostengründen und zugunsten der U-Bahn-Verbindung zum Riedberg fallen gelassen. Die Fahrzeit von der Hauptwache zur Sachsenhäuser Warte betrüge acht Minuten.

Etwas länger dauerte die Straßenbahnfahrt den Sachsenhäuser Berg hinauf, rund 15 Minuten. Dafür wäre die Verbindung vom Lokalbahnhof zum Hainer Weg deutlich günstiger, etwa 40 Millionen Euro. Finanzieren ließe sich die Linie 22 aus der Stellplatzablöse, die das Land wieder einführen wolle. Die Satzung würde es der Stadt ermöglichen, von Bauherren einen Ausgleich für nicht gebaute Parkplätze zu verlangen.

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