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Neue Altstadt Frankfurt Sehnsucht nach der Altstadt

Die neue Altstadt Frankfurt zwischen Dom und Römer ist für die Öffentlichkeit freigegeben.

Eröffnung
Die neue Altstadt wird für die Öffentlichkeit freigegeben. Foto: Boeckheler

Acht Jahre nach dem Abriss des Technischen Rathauses wurde an dieser Stelle die neue Altstadt zwischen Dom und Römer für die Öffentlichkeit freigegeben. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) durchschnitt gemeinsam mit anderen Prominenten ein symbolisches Band auf dem Hühnermarkt, dem zentralen Platz des neuen Quartiers.

Es entstanden für 200 Millionen Euro 35 neue Gebäude, fünfzehn davon als Rekonstruktionen von Häusern der historischen Altstadt, die 1944 bei Bombenangriffen zerstört worden war. „Wir geben der Stadt Herz und Seele zurück“, sagte der OB vor geladenem Publikum am Mittwochmorgen. Die Bürgerinnen und Bürger durften bald darauf das neue Viertel betreten.

„Die Menschen haben Sehnsucht nach der Altstadt“, sagte der Oberbürgermeister. Kein Hochhaus in Frankfurt löse solche Gefühle aus. Nach den Worten Feldmanns spiegelt die Altstadt auch die lange Tradition Frankfurts, Migranten aus aller Welt aufzunehmen.

Die Flüchtlinge hätten in der Stadt „für Wohlstand gesorgt“, sagte der OB im Beisein seiner Vorgängerin Petra Roth (CDU), die an diesem Tag ihren 74. Geburtstag feierte. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) verglich die Altstadt mit der Elbphilharmonie in Hamburg. Das neue Viertel werde positiv auf seine Umgebung ausstrahlen. Es werde als Teil Frankfurts angenommen werden.

Franziska Nori, die Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, zeigte sich stolz, mit ihrem Haus Nachbarin der neuen Altstadt zu sein. Sie blendete zurück auf vier Jahre Bauarbeiten mit Lärm und Erschütterungen: „Wir konnten spüren, wie viel Staub so ein Großprojekt aufwirbeln kann“, sagte die Kunsthistorikerin mit ironischem Unterton. Jetzt verbinde sich der 1829 gegründete Kunstverein neu mit seinem urbanen Umfeld. Es wurde offiziell ein neuer Eingang des Hauses freigegeben, der sich zur Altstadt hin öffnet und um den Nori lange gekämpft hatte.

Die geladenen Gäste dankten dem Geschäftsführer der städtischen Dom Römer GmbH, Michael Guntersdorf, mit Beifall für seine seit 2009 geleistete Arbeit. Zahlreiche Architekten der 35 Häuser waren gekommen, ebenso Christoph Mäckler, der Vorsitzende des Gestaltungsbeirats für die Altstadt. Der Rechtspopulist Wolfgang Hübner, der 2005 den ersten Antrag für die Altstadt eingebracht hatte, äußerte sich sehr zufrieden. „Es ist ein Moment der Freude.“

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Neue Altstadt Frankfurt

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