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Neubauten Zwei neue Brücken über den Main

Die Osthafenbrücke ist 2012 erbaut worden und damit die jüngste Brücke Frankfurts über den Main. Ein weiterer Brückenschlag ist für 2022 geplant.

Die Honselbrücke, hier noch während den Bauarbeiten, ist derzeit die jüngste Brücke Frankfurts. Foto: Andreas Arnold

Auf Frankfurts jüngster Brücke sind sie immer öfter zu sehen: bepackte Besucher. Sie schleppen Kameras und Stative, Taschen mit Objektiven und Filtern. Denn es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass die Osthafenbrücke einen der besten Blicke auf die Frankfurter Skyline bietet: auf die Türme der Banken und die neue EZB. Aber die Osthafenbrücke ist inzwischen auch selbst zu einem beliebten Fotomotiv geworden. Mit ihrer aufwendigen Bogenkonstruktion, ihren Hängeseilen, die vom Bogen bis zur Brückenbasis gespannt sind.

Im Sommer 2012 schwamm die Brücke an ihren Platz am Osthafen. Seit Dezember vergangenen Jahres rollt dort der Verkehr. Es ist eine Brücke, auf die die Frankfurter ein Jahrhundert lang gewartet haben. Denn schon die Erbauer des Osthafens fanden damals, dass eine Brücke an der Stelle ganz nützlich sein könnte.Weil es aber am Geld fehlte, konnten die Pläne nicht verwirklicht werden. Etwas mehr als 100 Jahre später verbindet nun die neue Osthafenbrücke den Frankfurter Osten mit Sachsenhausen und Oberrad. 175 Meter lang, 24 Meter breit, 25 Meter hoch.

Der Bau ist Teil des Großprojekts „Verkehrserschließung Ost“: Das aufstrebende Ostend und vor allem die Hanauer Landstraße sollen vom Verkehr entlastet werden, die Angestellten der EZB schnell zur Arbeit kommen. 17 000 Fahrzeuge, so die Prognose vor zwei Jahren, werden die Osthafenbrücke am Tag passieren. „Gezählt haben wir bisher noch nicht“, sagt Axel Fleischer Leiter des Referats Mobilitätsplanung. Denn noch sei die EZB nicht eröffnet, die Entwicklung im Osten in vollem Gange. Voraussichtlich ab Frühjahr werde man dann prüfen, wie viele Fahrzeuge die Brücke nutzten.

Dritte Mainbrücke in Niederrad

In Höhe des Niederräder Klärwerks soll künftig eine sogenannte dritte Mainbrücke über den Fluss führen. Ab 2020 will die Bahn mit den Bauarbeiten beginnen. Der Brückenschlag ist für 2022 geplant. Zwei Mainüberquerungen gibt es an dieser Stelle bereits. Die neue, zweigleisige Eisenbahnbrücke wird parallel zu der bestehenden Fachwerkbrücke des Fern- und Güterverkehrs und der S-Bahn-Brücke errichtet.

Ab voraussichtlich 2024 könnten hier Fernverkehrszüge in und von Richtung Hauptbahnhof fahren. Die Brücke und die zwei zusätzlichen Gleise sollen den Engpass im Bahnverkehr beseitigen. Die Vorlandbrücke wird 70 Meter lang sein, die Mainbrücke selbst 150 Meter. Äußerlich orientiert sich das Bauwerk in Stahlkonstruktion und Form an den Nachbarbrücken.

Der Brückenbau gehört zu dem Ausbauprojekt „Knoten Sportfeld“. Die Deutsche Bahn spricht von einem der wichtigsten Eisenbahnprojekte im Rhein-Main-Gebiet. Mindestens 240 Millionen Euro wird es kosten. Den Großteil übernimmt der Bund. Insgesamt baut die Deutsche Bahn im Zuge des „Umbaus Knoten Frankfurt Sportfeld“ zehn Brücken neu. Hierzu gehören auch Kreuzungsbauwerke und Eisenbahnüberführungen.

Ab 2017 will die Deutsche Bahn die vier Gleise zwischen Frankfurt-Stadion und dem Abzweig Gutleuthof, der hinter dem Hauptbahnhof liegt, auf sechs Gleise erweitern. Die durch den Streckenneubau verursachten Eingriffe in Natur und Landschaft werden nach Angaben der Bahn vollständig ausgeglichen.

Bürger befürchten durch den Ausbau der Gleise mehr Lärm. Nach Angaben der Bahn werde jedoch Niederrad nicht mehr vom Güterverkehr belastet als zuvor. Vielmehr werde das Gros der Güterzüge von Darmstadt über Südbahnhof, Galluswarte und Frankfurt-West nach Bad Vilbel geleitet. Der andere Teil fahre über Frankfurt-Stadion und Südbahnhof in Richtung Maintal. Für Anwohner, die direkt neben den Gleisen wohnen, will die Bahn eine neue, vier Meter hohe Lärmschutzwand errichten.

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