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Neubau Leben am Osthafen

Am Honsell-Dreieick soll ein gemischtes Quartier mit 600 Wohnungen, Büros und zwei Hotels entstehen.

Entwurf des neuen Honsell-Dreiecks
So soll es an der Ecke Hanauer Landstraße / Honsellstraße einmal aussehen. Foto: B&L-Gruppe

Auf einer der letzten großen Brachflächen in der Nähe der Europäischen Zentralbank, dem sogenannten Honsell-Dreieick südlich der Hanauer Landstraße, haben die Arbeiten am „Hafenpark-Quartier“ begonnen, einem gemischten Viertel mit 600 Wohnungen, Büros und zwei Hotels. 

Im ersten Bauabschnitt sollen nach Plänen der Büros Albert Speer & Partner und Prasch Buken Partner & Felsensteinproject östlich der Honsellstraße zwei sieben- und achtgeschossige Neubauten entstehen. Diese werden, wie es am Mittwoch bei der Grundsteinlegung für das Projekt hieß, Platz für 280 Mietwohnungen, eine Kita mit mehr als 100 Plätzen für Kinder von ein bis sechs Jahren, einen Bio-Supermarkt und eine Bäckerei bieten. Eine Quartiersgarage mit rund 220 Stellplätzen ist im Bau. 

Ende 2019 soll der erste Bauabschnitt stehen

In etwa einem Jahr sollen die Rohbauten stehen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2019 geplant. Dieser sei der Auftakt für die Entwickung des Areals zu einem lebendigen urbanen Quartier, sagte Thorsten Testorp, geschäftsführender Gesellschafter des Hamburger Projektentwicklers B&L-Gruppe. 

Geplant sei, noch in diesem Jahr am Mainufer, auf der westlichen Seite der Honsellstraße, mit dem Bau von 280 Eigentumswohnungen, einem von Scandic betriebenen Hotel mit 505 Zimmern und großem Konferenzbereich sowie einer Tiefgarage mit 320 Stellplätzen zu beginnen. Den Architektenwettbewerb für diesen Teil des Areals, auf dem Investoren noch vor einigen Jahren ein großes Einkaufszentrum errichten wollten, entschied im vergangenen Jahr Hadi Teherani aus Hamburg für sich. 

In weiteren Bauabschnitten sollen nach Plänen der B&L-Gruppe ein Bürocampus mit 56 000 Quadratmeter Fläche an der Hanauer Landstraße sowie ein weiteres Hotel und ein Boardinghaus auf dem sogenannten Molenkopf an der Osthafenbrücke entstehen. Für dieses Gebäude will der Bauherr noch in diesem Jahr einen Architekturwettbewerb ausloben.

Der Bau des Hafenpark-Quartiers setze die Entwicklung zu mehr Leben am Main und des Ostends, wo dieser Tage mehrere Tausend Wohnungen im Bau oder geplant sind, fort, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Vor allem aber entstünden in äußerst zentraler,  begehrter Lage Mietwohnungen, ohne dass neue Flächen versiegelt werden müssten. 30 Prozent dieser Wohnungen sollen zu Mieten, die 15 Prozent unter dem Marktpreis im Ostend liegen, angeboten werden. Wie teuer die freifinanzierten Wohnungen werden, wollte der Projektentwickler noch nicht sagen. 

Spätestens mit dem Umzug der Europäischen Zentralbank in einen Neubau auf dem früheren Großmarkthallen-Areal hat der Wandel des südlichen Ostends kräftig an Fahrt gewonnen. Viele teure Miet- und Eigentumswohnungen sind gebaut worden, Hunderte Hotelzimmer. Auf dem Gelände der früheren Feuerwache zwischen Ostbahnhofstraße, Grusonstraße und Hanauer Landstraße etwa sind 177 Mietwohnungen und ein Businesshotel entstanden. Und viele Projekte sind im Bau oder in Planung. 

So sollen etwa auf dem früheren Daimler-Areal nördlich der Hanauer Landstraße rund 400 Wohnungen, eine Kita und ein Bürohaus entstehen. Die CG-Gruppe würde auf dem früheren Telekom-Areal am Danziger Platz gern rund 400 Wohnungen errichten. Der Hanauer Entwickler Bien-Ries hat jüngst auf einem Grundstück an der Ostbahnhofstraße mit dem Bau von 84 Eigentumswohnungen begonnen. Sie werden im Schnitt für 7700 Euro pro Quadratmeter angeboten. 

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