Lade Inhalte...

Nahverkehr So soll der Hauptbahnhof aussehen

Die Deutsche Bahn plant, den Frankfurter Bahnhof umzubauen. Wie er aussehen wird, und warum sich die Arbeiten um zwei Jahre verschieben, erklärt unser Autor.

In einem Showroom wird eine Simulation der B-Ebene nach der Umgestaltung gezeigt. Foto: Rolf Oeser

Dieses Gewusel im Hauptbahnhof. Züge, die kommen, Pendler, die eilen. Das Gebäude, das seit 1888 da steht, wandelt sich ständig.

Zuletzt wurde das Hallendach geputzt, alle fünf Schiffe, für 300 000 Euro, sagt Bahnhofsmanager Hartmut Schwarz. Nun strahlt mehr Sonne ins Gebäude. Heller wird es auch durch Girlanden, den Schmuck für den Weihnachtsmarkt im Bahnhof, der Ende November beginnt.

Bis dahin sind die Bahnsteige zwei und drei saniert, mit neuen Bänken und Böden. Die anderen acht alten Bahnsteige sind in den kommenden drei Jahren dran.

Das sind kleinere Änderungen. Der größte Wandel des Bahnhofs seit knapp 50 Jahren, als der S- und U-Bahn-Tunnel errichtet wurde, ist der Bau einer neuen Verteilerebene und der Umbau der B-Ebene.

Doch da passiert erstmal nichts. „Das liegt am Brandschutz“, sagt eine Sprecherin. Das Eisenbahnbundesamt hat zig Anforderungen gestellt. Bis die erfüllt sind, und die Arbeiten beginnen, dauert es noch zwei Jahre.

Die neue Ebene wird das Gesicht des Bahnhofs grundlegend ändern. Die Boden der Empfangshalle wird aufgerissen, darunter ein Gang mit Geschäften angelegt. Wie in Leipzig oder Hannover wird das aussehen. Die neue Verteilerebene führt von der B-Ebene bis zum Querbahnsteig, dann weiter zu den S-Bahnen. Mehr Platz zum Laufen für rund die 450 000 Menschen, die jeden Tag durchschnittlich im Bahnhof umsteigen. 41 Monate werden die Arbeiten dauern, von 2018 bis 2022. Zwei Aufzüge, an der Kaiserstraße und in der B-Ebene hoch zur Empfangshalle, kommen hinzu.

Parkhaus für 200 Autos und 700 Fahrräder

Die Empfangshalle reißt die Bahn 2021 auf. Die Cafés und der Blumenladen, die an einer der Empfangshallen sind, müssen dann weichen. Auch um die Gebäudefassade freizulegen. Sie wird denkmalgerecht saniert.

Unten, in der B-Ebene, die noch aus weiten Flächen und verwinkelten Aufgängen besteht, wird es dann anders aussehen. Graue Fließen am Boden. Die Säulen, verglast. Die Gänge, schmaler, mit mehr Geschäften. Hellere Decken, wo LED-Bänder leuchten.

Mehr Licht soll ein zehn mal zehn Meter großes Glasdach in die B-Ebene werfen. Da, wo jetzt Menschen die Treppe vor der Empfangshalle hinunter in die B-Ebene gehen. Dieser Zugang und vier weitere werden geschlossen. An Mannheimer Straße, der Münchener Straße in Richtung Baseler Straße, der Karlstraße und auf dem nördlichen Vorplatz zur Poststraße.

An die Poststraße kommen nicht nur die Taxis, die ihren Stand am Vorplatz aufgeben müssen, sondern auch ein neues Zentrum für die Andienung der mehr als hundert Geschäfte im Bahnhof. In dem Kellergeschoss werden auch die Mülltonnen stehen.

Über das neue Verteilzentrum in der alten Postpakethalle kommt auf vier Etagen ein Parkhaus für 200 Autos und 700 Fahrräder hinzu.

Der Neubau der Verteilerebene und der Umbau der B-Ebene kostet 135 Millionen Euro. Insgesamt steckt die Bahn 361 Millionen Euro in die Sanierung des Hauptbahnhofs.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen