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Nahverkehr in Frankfurt Baustart für U-Bahn ins Europaviertel

Das Regierungspräsidium Darmstadt übergibt der VGF den Planfeststellungsbeschluss für die Verlängerung der U5 ins Europaviertel. Ab 2022 sollen die ersten Züge fahren. Anfang 2017 wird die Baugrube für den Tunnel ausgehoben.

Ab 2022 soll die U5 auch ins Europaviertel fahren. Foto: peter-juelich.com

Der Bau der U-Bahn-Verlängerung ins Europaviertel kann beginnen. Den Planfeststellungsbeschluss hat Brigitte Lindscheid, Präsidentin des Regierungspräsidiums Darmstadt (RP), am Dienstag der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) übergeben. Die ersten Züge der Linie U5 sollen ab Ende 2022 fahren, so VGF-Geschäftsführer Michael Budig.

Längst ist Baufeld vor dem Einkaufszentrum Skyline Plaza abgezäunt, alte Leitungen für Strom, Gas, Internet wurden entfernt. Sobald der Förderbescheid von Bund und Land für den U-Bahn-Bau eintrifft, will die VGF die Ausschreibung der Arbeiten an Firmen veranlassen. Anfang 2017 wird die Baugrube für den Tunnel ausgehoben. Im Herbst 2017 gräbt sich ein sieben Meter dicker Tunnelbohrer vom Güterplatz unterirdisch bis zum Platz der Republik vor.

Um den Lärmschutz einzuhalten, lässt die ausführende Stadtbahn Europaviertel Projektgesellschaft (SBEV) die Werte messen und aufzeichnen. „Wir halten uns an die Maschinenlärmverordnung“, sagte der SBEV-Geschäftsführer Wendelin Friedel. Bürger könnten sich derzeit mittwochs, 17–19 Uhr, im Baucontainer am Güterplatz über die Arbeiten informieren. Das Infocenter werde während der Tunnelarbeiten täglich geöffnet sein. Während die Vortriebsmaschine rund um die Uhr bohren soll, werde oberirdisch von 7 bis 20 Uhr gearbeitet. In Ausnahmefällen auch nachts. Anwohner würden informiert.

Der scheidende Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) betonte, wie langwierig es sei, Großprojekte wie die U-Bahn-Verlängerung genehmigt zu bekommen. Vor allem die „Wasserthematik“ sei schwierig zu lösen gewesen. Der Tunnel und die Station Güterplatz liegen im Grundwasser, das abgepumpt werden muss. „Das Verfahren dauert lange“, sagte auch Regierungspräsidentin Lindscheid. Es sei wichtig, „Interessenslagen“ vorab zu klären, damit der Planfeststellungsbeschluss nicht beklagt werde.

Am Güterplatz entstehen neben der U-Bahn-Station außerdem der Grand Tower, höchster Wohnturm Deutschlands (172 Meter), zwei Hochhäuser (Hotel und Wohnturm) und eine Blockrandbebauung. Im Europaviertel sollen einmal 30 000 Menschen arbeiten und leben.

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