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Nahverkehr Haltestellen verteuern sich

Der Umbau von drei Haltstellen für Straßenbahnen in Frankfurt wird doppelt so teuer wie geplant. Die Stadtverordneten sollen die Mehrkosten bewilligen.

Der Umbau von drei Haltestellen für Straßenbahnen in Fechenheim hat sich erheblich verteuert. Für die Stationen Daimlerstraße, Dieselstraße und Hugo-Junkers-Straße in Fechenheim zahlen die VGF – die von der Stadt finanziert wird – und der Fördermittelgeber, das Land Hessen, das Doppelte.

Die Kosten haben sich jüngst von 1,56 Million Euro auf knapp 3,1 Millionen Euro erhöht. Die Mehrkostenvorlage liegt den Stadtverordneten zur Abstimmung vor. In der Sitzung des Verkehrsausschusses am heutigen Dienstag sollen die Parlamentarier auf Wunsch der schwarz-rot-grünen Koalition die Mehrkosten beschließen.

Als Gründe für die Verteuerung führt der Magistrat bei allen drei Stationen jeweils dasselbe an, „einen unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwand zur Verkehrssicherung, Bauabwicklung und -ausführung“ sowie die „sehr kurzen Arbeitszeiträume“. Unklar ist, warum die VGF diese Faktoren nicht schon in ihrer ursprünglichen Planung berücksichtigt hat.

Ungeachtet der Kostenerhöhung teilte das Land Hessen nun mit, dass es den Ausbau mit 2,1 Millionen Euro fördern wolle. Das sind 70 Prozent der Kosten. Nach dem barrierefreien Ausbau der drei Haltstellen folgt nun der Umbau der Zugangswege. Bordsteine werden gesenkt, rutschfester Gehwegbelag verlegt, taktile Leitelemente für Sehbehinderte in den Boden eingelassen. Die Radwege verlaufen an den Querungen und Einmündungen künftig auf Fahrbahnniveau.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im April des nächsten Jahres und sollen im Juli abgeschlossen sein. fle

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