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My Zeil in Frankfurt Surfin’ FFM

Auf der Dachterrasse des My Zeil-Centers in Frankfurt können Besucher zwei Wochen lang Wellenreiten üben.

Surfen auf der Dachterrasse
Saskia’s gone surfin’: Mit Hilfestellung des Surflehrers auf der Dachterrasse des My-Zeil. Foto: Peter Jülich

Was aussieht wie eine ertränkte Hüpfburg soll in den nächsten zwei Wochen im vierten Stock des My-Zeil-Gebäudes noch einmal für Sommergefühle sorgen. Die „Surf Days“ bieten bis zum 26. August Wellenreiten auf der aufblasbaren Surfstation an. Damit mit dem Brett unter den Füßen auch beim Laien nichts danebengeht, geben Surflehrer Hilfestellung. 

My-Zeil-Manager Marcus Schwartz nennt die Aktion ein „Riesenkino“. Nachdem die Resonanz im Vorjahr so gut gewesen sei, gibt es die Surf Days in diesem Jahr eine Woche länger. 

50 000 Euro kostet das gesamte Projekt. Zwei Tonnen Wasser pro Sekunde schießen den Wellenreitern entgegen, die für das halbstündige Vergnügen 15 Euro zahlen und sich vorab anmelden müssen. Im Preis ist ein 10-Euro-Gutschein für die Läden des  My-Zeil enthalten.

Thilo Trefz, Betreiber der reisenden Welle, sagt, die Surf Days seien „automatisch irgendwie Beach“. Er ist sehr zufrieden mit dem Projekt, ganz besonders „mit dem Smile, das die Leute mitnehmen“, wenn sie ihre Surfstunde nass, aber glücklich wieder verließen. Finanziert wird das Projekt von My-Zeil und verschiedenen Partnern, unter anderem dem Sender Planet Radio.

Wenn man gerade nicht selbst ins Nasse will, kann man sich auf einem der Liegestühle zurücklehnen und anderen beim Kentern zusehen, oder sich an der Strandbar etwas zu trinken gönnen. „Das ist mal ein etwas anderes Feierabendbier“, meint Centermanager Marcus Schwartz. 

Saskia, die die Surfwelle gerade getestet hat, findet den Ritt zur Mittagszeit cool. „Es ist ziemlich anstrengend, macht aber echt Spaß“, sagt sie. „Die Instruktionen haben geholfen, und wenn man einmal drin war, ist es auch überhaupt nicht mehr kalt.“

Vom eher unsommerlichen Regenwetter wollen sich auch die Veranstalter nicht ärgern lassen. „Im letzten Jahr hat es auch an ein paar Tagen geregnet, das hat dem Ganzen keinen Abbruch getan“, sagt Olaf Schmölzer von Planet Radio. 

Zeilbesucherin Christina Feuerstein steht mit ihrer Familie in sicherem Abstand vor dem rauschenden Ungetüm. „Das ist mir viel zu nass“, sagt sie und lacht. „Aber ich denke gerade bei den jungen Leuten kommt das gut an, das gibt dann noch mal Sommerfeeling.“

Aus dem Himmel über der Skyline regnet es. Jemand hat dem Dekohai über der Strandbar eine Blumenkette ins Maul gehängt. Vielleicht bringen die Surf Days ja doch noch ein bisschen Sommer ins My-Zeil - auch wenn es ein eher trotziger Sommer ist.

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