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Museumsuferfest 2018 in Frankfurt Museumsuferfest 2018 offiziell eröffnet

Das Museumsfest 2018 ist gestartet. Zu Beginn stehen für die Besucher vor allem die Museen und die kulinarische Vielfalt im Vordergrund.

Museumsuferfest 2018
Andrang vor dem Korea-Pavillon. Foto: Peter Jülich

Stefan Nickolai legt eine Zuchinischeibe auf dem Teller zurecht und gießt einen Schuss Soße dazu - so drapiert er zahlreiche Teller am Stand des „El Bano“ im Innenhof des Museums für Angewandte Kunst. Nickolai ist gewappnet für das Museumsuferfest. „Wir bieten drei Gerichte an, für jedes haben wir 700 Portionen eingeplant“, sagt er. In nur vier Tagen hätten Nickolai und sein Team den Plan für den Stand erstellt. „Das war stressig, aber jetzt freuen wir uns. Es kann losgehen!“ 

Am frühen Freitagnachmittag geht es noch entspannt zu auf dem Museumsuferfest. Viele schlendern über den Eisernen Steg und an den Uferpromenaden entlang, es gibt kein Drängeln und kein Schieben. Mit einem Eis in der Hand begutachten sie das potenzielle Abendessen an den Ständen. Musik ertönt von einigen Bühnen. Noch herrscht Ruhe vor dem Sturm.

Das ändert sich rasant. Im Laufe des Nachmittags füllen sich die Mainufer zusehends. Weitere Stände und Bühnen beginnen am frühen Abend mit ihrem Programm - die Musik kommt mittlerweile aus immer mehr Richtungen. Am Wochenende werden bis zu zwei Millionen Besucher erwartet. 

Irene Mayer aus Frankfurt kennt das Spektakel gut. Seit 25 Jahren besucht sie das Kulturfest. Gemeinsam mit Freundinnen geht es für sie vor allem in die Museen.

„Wir kommen an allen drei Tagen, weil wir das Angebot voll auskosten wollen“, erzählt sie. Für andere Gäste steht das kulinarische Angebot im Vordergrund: „Wir sind hier, weil ich meiner Freundin Elli aus Neuseeland typisch deutsches Essen probieren lassen will“, erzählt die Schülerin Merret. 

Neben den nationalen Gerichten zieht das Museumsuferfest die Besucher auch wegen der Küche aus allen Ländern der Erde an.

„Was ist das?“, hört man an fast jedem Essenstand. Neugierig begutachten Besucher die frittierten Gerichte am bengalischen Stand. Ob bengalisch, vietnamesisch, kenianisch oder polnisch. Ein Spaziergang am Main wird schnell zu einer kleinen Weltreise. Zwischen den exotischen Gerichten finden sich auch lokale Besonderheiten. Der Stand „Bembel-Gin“ an der Nordseite des Mains ist in diesem Jahr das erste Mal dabei - das Getränk verspricht, ein Geschmackserlebnis für Apfelwein- und Gin-Liebhaber zu sein. 

Während die ersten den Gin mit Apfelnoten probieren, eröffnet der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann um kurz nach 18 Uhr das Fest. Nun können die Feierlichkeiten richtig beginnen. Mit mehr als 1000 Programmpunkten sei in der Frankfurter Innenstadt für ein abwechslungsreiches Wochenende gesorgt. „Das Museumsuferfest bietet für alle etwas.“, sagt Feldmann. „Durch das Fest zeigen wir, dass Kultur etwas verbindendes ist und nicht etwas trennendes.“ 

Vor der Bühne des Buchmesse-Gastlandes Georgien am nördlichen Mainufer ist die Stimmung gelöst: „Bekommen wir jetzt alle einen Schoppen?“, scherzt eine Besucherin. Ein Stück weiter am Latino-Treff wärmen sich die ersten Tanzbegeisterten auf.

Vor der Feinstaub-Bühne am südlichen Mainufers geht es noch verhalten zu. Langsam wippen die Musikliebhaber im Takt der Rockmusik. „Der Freitagnachmittag ist prima. Die Stimmung ist gut, aber es ist noch entspannt und nicht so viel los,“ fasst eine Besucherin zusammen. Am Abend tummeln sich bereits Zehntausende an den Ufern des Mains.

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