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Museum für Kommunikation Frankfurt Mitmachen erwünscht

Das Museum für Kommunikation in Frankfurt möchte interaktiver werden. Die Dauerausstellung wird umgebaut.

Manch Besucher freut sich am Sonntag an der Kasse des Kommunikationsmuseums: Am Internationalen Tag des Museums ist der Eintritt frei. Da stört es wenig, dass die Dauerausstellung im Untergeschoss geschlossen ist und ausgeräumt wurde. Vom Lichthof aus ist nur noch eine in Folie verpackte Postkutsche zu sehen. „Die wird noch abtransportiert“, sagt Museumsmitarbeiterin Silvia Schmitt-Finkbeiner. Erst ab September wird die Dauerausstellung wieder geöffnet sein.

„Kommunikativer und interaktiver“, soll sie werden, mit „Inseln statt Gängen“, auf denen kleine Geschichten vermittelt und mit dem eigenen Handy Stationen gesteuert werden könnten, sagt Schmitt-Finkbeiner. Das erscheint nicht nur zeitgemäß, sondern auch im Sinne der Besucher. Andrea Fendt, die durch die Sonderausstellung zu dem Harmoniegesetz des „Goldenen Schnittes“ schlendert, ist ein Freund praxisorientierter Ausstellungen. In einer Hand hält sie einen Papierstreifen, mit dem sie an einem Werktisch in der Ausstellung die Maße des Goldenen Schnittes nachgebastelt hat. Daneben stand sie vor einem Spiegel und konnte ihr Gesicht mit dem vermeintlichen Schönheitsideal vergleichen. Auf diese Weise seien auch „jüngere Menschen für Museen zu begeistern“.

Eva Brunisch, die mit ihrem Mann Bernd gerade aus dem Museum Giersch gekommen ist, sieht das ähnlich: „Ein Museum muss kindgerecht sein und die ganze Familie einbinden.“ Neben dem Kommunikationsmuseum gefielen ihr das Bibel- sowie das Filmmuseum. „Wir sind Kunst-Banausen“, sagt die 50-Jährige und lacht. Malerei, wie in der Sammlung Giersch, beeindruckten sie weniger. Dafür habe das Ausstellungshaus ein „imposantes Gebäude mit toller Atmosphäre“ zu bieten. Und es sei interessant, mehr über die Maler wie Holbein und Burnitz zu erfahren, nach denen in Sachsenhausen Straßen und Plätze benannt sind.

In der Kinderwerkstatt im ersten Stock kann gebastelt werden, auch gibt es eine Rohrpostanlage. Die achtjährigen Zwillinge Marlene und Johanna schicken Botschaften, darunter „Rätsel um einen Fliegenpilz“ zu ihrer Tante Telse Friccius aus dem Nordend, die mit den Mainzer Mädchen das Museum besucht. Über das offene Rohr-System an der Decke können sie ihre Sendungen verfolgen.

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