Lade Inhalte...

Mordfall Tristan Brübach Viele Hinweise, keine Lösung

Auch zwei Wochen nach der TV-Ausstrahlung einer Dokumentation über den grausamen Mord an dem 13-jährigen Tristan Brübach ist eine Lösung des Falls nicht in Sicht. Über mangelnde Resonanz auf das Phantombild des mutmaßlichen Täters können sich die Ermittler indes nicht beschweren.

Phantombild des mutmaßlichen Mörders des 13-jährigen Tristan. Der Junge wurden 1998 umgebracht. Foto: Polizei

Auch zwei Wochen nach der TV-Ausstrahlung einer Dokumentation über den grausamen Mord an dem 13-jährigen Tristan Brübach ist eine Lösung des Falls nicht in Sicht. Über mangelnde Resonanz auf das Phantombild des mutmaßlichen Täters können sich die Ermittler indes nicht beschweren.

Rund 200 Hinweise erhielt die Frankfurter Polizei auf den ominösen Zopfträger mit Narbe über der Oberlippe. Jeder will den Mann, nach dem die Polizei seit Jahren im Zusammenhang mit dem Mord an dem 13-jährigen Tristan Brübach fahndet, irgendwo schon mal gesehen haben.

Einer der 200 Hinweisgeber ist Stefan H. Er hat das Phantombild in einem FR-Artikel bei Facebook gesehen. „Ich war sehr, sehr schockiert, das Bild hat wie die Faust aufs Auge gepasst“, sagt der 32-Jährige. Der fragliche Mann habe sich vor mehr als 15 Jahren immer auf einem Spielplatz in Hausen rumgetrieben und versucht, sich den Kindern anzunähern. „An seinem rechten Fuß hat er immer ein Messer in einem Lederband getragen“, glaubt H. sich zu erinnern. Der Mann sei regelmäßig mit seinem Fahrrad an der Nidda entlang gefahren, selbst an dessen Vornamen kann sich H. noch erinnern. Auch ein Freund, dem H. das Phantombild schickte, habe ihn wiedererkannt. All dies hat der 32-Jährige der Polizei mitgeteilt.

Der Frankfurter Chefermittler Uwe Fey ist davon nur mäßig begeistert. „Ich bin für jeden Hinweis dankbar“, sagt Fey pflichtschuldig. Seit 2002 befasst er sich mit dem Mordfall Brübach. In den vergangenen elf Jahren hat er unzählige Hinweise auf den ominösen Zopfträger erhalten. Jedem Tipp wird nachgegangen, aber meist gibt es dann nur wenig bis gar keine Ähnlichkeit mit dem Gesuchten.

„Acht bis zehn“ der Hinweise nach der Dokumentation bei Spiegel-TV seien gut gewesen und werden akribisch weiterverfolgt. „Bei einem Hinweis bin ich vom Stuhl hochgesprungen“, verrät Fey. Doch bislang seien er und seine Kollegen in der Sache nicht weitergekommen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum