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Mieten in Frankfurt Kritik am neuen Frankurter Mietspiegel

Der Eigentümerverband „Haus & Grund“ sieht im neuen Frankfurter Mietspiegel die Interessen der Vermieter nicht ausreichend berücksichtigt. Er ist nicht der einzige, der Kritik daran übt.

Wohnungssuche
In Großstädten ist bezahlbarer Wohnraum Mangelware. Foto: Andreas Arnold

Der Eigentümerverband Haus & Grund Frankfurt kritisiert, dass der vom Magistrat rückwirkend zum 1. Juni in Kraft gesetzte neue Mietspiegel die Leistungen und Bedürfnisse der privaten Vermieter nicht ausreichend berücksichtige. Der Verband, der sich in der Abstimmung über den neuen Mietspiegel enthielt, moniert etwa, dass knapp 20 Prozent der für die Aufstellung der Tabellen betrachteten Daten von der Wohnungsgesellschaft ABG stammten. „Da diese Wohnungen der Stadt gehören, unterliegen sie einem politisch gewollten Mietenstopp und spiegeln damit nicht das Niveau der Mietspiegel relevanten Miethöhen und deren Entwicklungen wider“, sagt der Vorsitzende von Haus & Grund Frankfurt, Jürgen H. Conzelmann. Inhaltlich kritisiert dieser etwa, dass energetische Sanierungen nicht zu Mietaufschlägen führen. Denn das führe zu einem Investitionsstopp.

Die Linke im Römer wirft dem Planungs- und Wohnungsdezernenten Mike Josef (SPD) vor, die Situation schönzurechnen. Der Mietspiegel biete die Grundlage, dass die Mieten in der ganzen Stadt sprunghaft weiter stiegen – und zwar aufgrund der Lagezuschläge um deutlich mehr als die von Josef genannten acht Prozent, kritisiert Eyup Yilmaz, der wohnungspolitische Sprecher der Fraktion. Schließlich seien die Lagezuschläge für sehr gute Wohnlagen im Vergleich zum Mietspiegel 2014 um 18,8 Prozent gestiegen, in gehobener Wohnlage sogar um mehr als das Doppelte. 

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