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Messe in Frankfurt Die Messe eilt von Rekord zu Rekord

Bei Umsatz und Gewinn legt die Messe Frankfurt Bestmarken vor. Und sie investiert weiter in die Gebäude auf dem Messegelände.

Messe Frankfurt
Die Frankfurter Messegesellschaft hat im laufenden Jahr glänzende Geschäfte gemacht. Foto: Silas Stein (dpa)

Das Areal der Messe Frankfurt verändert sich derzeit rasant. Jüngst wurde die neue Messehalle 12 eröffnet, die im September die Zulieferermesse Automechanika beherbergte. 250 Millionen Euro kostete das Gebäude, groß wie fünf Fußballplätze, mit der markanten Fassade aus Aluminium und Glas. Im Inneren ist Platz für Ausstellungsflächen, Büros und Cafés. Ein Parkhaus bietet 800 Fahrzeugen Platz. 

Nach der Buchmesse 2019 wird das Congress Center renoviert. „Es ist in die Jahre gekommen“, sagte Geschäftsführer Uwe Behm über das mehr als 20 Jahre alte Gebäude. „Wir machen es fit für die kommenden 25 Jahre.“ Dafür wird das Congress Center für rund fünf Monate geschlossen und saniert. 

Schon jetzt steht die Messehalle 6 nicht zur Verfügung, die ebenfalls renoviert wird, sie soll Ende 2019 fertig sein. Dann wird die Messehalle 5 „vom Netz genommen“, wie Behm es ausdrückte, und durch einen Neubau ersetzt. „Für unsere Aussteller ist das natürlich eine große Umstellung“, sie müssten in jeweils andere Hallen umziehen. 

Für die Sanierungen und den Neubau nimmt die Messe Frankfurt weitere 350 Millionen Euro in die Hand. „Kein Cent davon kommt aus Steuermitteln“, betonte Wolfgang Marzin, der Vorsitzende der Geschäftsführung. Im Gegenteil: 13 Millionen Euro führt die Messe jedes Jahr an ihre Gesellschafter, die Stadt Frankfurt und das Land Hessen, ab.

Das geht nur, weil die Messe bei Umsatz und Gewinn Jahr für Jahr Rekorde einfährt. Für dieses Jahr erwartet sie einen Überschuss von rund 59 Millionen Euro nach Steuern (2017: 41 Millionen Euro, 2016: 50 Millionen Euro). „Das ist ein neuer Rekord“, sagte Marzin.

Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt ist, lobte die „historischen Bestmarken“ – etwa den Umsatz, den die Messe mit ihren Veranstaltungen in Deutschland erwirtschaftet hat, 424 Millionen Euro; das entspreche in etwa dem Umsatz des nächstgrößeren deutschen Mitbewerbers.

Der gesamte Umsatz liegt bei 715 Millionen Euro (2017: 669 Millionen Euro, 2016: 647 Millionen Euro). „Es ist der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte und auch der höchste von einer deutschen Messegesellschaft jemals erwirtschaftete Betrag“, ergänzte Wolfgang Marzin. Er legte Wert darauf, dass am Standort Frankfurt rund 54 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt wurden, rund 385 Millionen Euro. 

Das sei nur möglich, weil die Messe Frankfurt konsequent auf Internationalisierung setze – neben dem Standbein in Frankfurt, sagte Geschäftsführer Detlef Braun. Das Auslandsgeschäft trägt mittlerweile rund 41 Prozent zum Umsatz bei; engagiert ist die Messe Frankfurt in 189 Ländern der Welt; 77 Prozent der Aussteller haben einen internationalen Hintergrund. 

Es sind vor allem Fachmessen, mit denen die Messe in Frankfurt und im Ausland Besucher und Kunden anzieht: Als nächstes eröffnet in Frankfurt am 8. Januar die Heimtextil, die weltweite Leitmesse für Raumausstattung und Design. 

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