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Messe Frankfurt Messe Frankfurt eröffnet neue Messehalle

Die Messe Frankfurt feiert nach einer Bauzeit von etwas mehr als zwei Jahren die Fertigstellung der Halle 12. Sie ist fünf Fußballfelder groß.

Messe Frankfurt
Eine Lichtshow zur Eröffnung - bei der sich selbst 2000 Gäste in der neuen Halle verlieren. Foto: Peter Jülich

Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit hat die Messe Frankfurt am Donnerstagnachmittag die neue Halle 12 einige Wochen nach ihrer ersten Nutzung mit einem Festakt feierlich eröffnet. Das 248 Meter lange, 118 Meter breite zweigeschossige Gebäude, dessen Fassade mit rautenförmigem Ziergitter und Glas versehen ist, mache die Messe noch flexibler und wettbewerbsfähiger, sagte Wolfgang Marzin, der Vorsitzende der Geschäftsführung, vor rund 2000 geladenen Gästen. Sie helfe ihr dabei, weltweit die Nummer 1 der Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände zu bleiben. 

Die Aufgabe sei nun, die „Hütte“ auch beständig voll zu kriegen, sagte Geschäftsführer Detlef Braun im Obergeschoss der aufwendig illuminierten, etwa fünf Fußballfelder großen Halle. Bei der Premiere, der ersten Nutzung der nach Plänen des Aachener Büros Kadawittfeldarchitektur entstandenen Halle bei der Automechanika im September, sei das bereits geglückt. Das neue Gebäude in Nähe der Wohnhochhäuser des Europaviertels sei so ästhetisch gelungen und funktional, dass er überzeugt sei, dass sich die Kunden und Gäste der Messe wohlfühlen, sagte Braun. 

Geschäftsführer Uwe Behm nannte den Bau der neuen Halle einen wahren Kraftakt. Dass sie nun fertig sei, zeige aber, dass auch in Deutschland noch Großprojekte realisierbar seien. „Wir haben das nicht verlernt.“ Entstanden sei eine „Veranstaltungsmaschine mit Herz“, die Halle vereine Professionalität mit Gastfreundschaft. 

Behm wies darauf hin, dass nun alle Hallen des Messegeländes mit der inzwischen rund drei Kilometer langen Via Mobile, einem überdachten Transportsystem aus Laufbändern und Rolltreppen, miteinander verbunden seien, ein Rundweg möglich sei. Er ging aber auch auf die großen baulichen Aufgaben ein, die sich die Messe, die zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört, in ihrem Masterplan noch vorgenommen hat. 

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Messe, der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nannte die neue Halle, an deren Bau in den vergangenen zwei Jahren bis zu 800 Fachkräfte gleichzeitig arbeiteten, in seiner Rede einen „Hammer“, sprach von der unglaublichen Ausstrahlung und Kraft, die diese habe. Immer wieder stellte er die riesige Bedeutung heraus, die die Messe und der Handel für Frankfurt hatten und heute noch haben. Diese sei zu einem großen Teil für die Internationalität und die nicht zu bremsende Dynamik der Stadt verantwortlich. Die Messe sei der Puls der Stadt, sagte Feldmann und steigerte das dann noch: „Die Messe ist Frankfurt.“ 

Für das Land als zweiten Gesellschafter  lobte Matthias Samson, Staatssekretär im hessischen Wirtschaftsministerium, die Messe Frankfurt als ein Musterbeispiel für Hessens wirtschaftlichen Erfolg. Sie nutze die Möglichkeiten der Digitalisierung für neue Marketingkonzepte, wisse aber, dass persönliche Begegnungen und unmittelbarer Austausch durch nichts zu ersetzen seien. Auch in der digitalen Ökonomie behielten Messen ihre Funktion als Branchentreffs und Schaufenster der Wirtschaft, sagte Samson. 

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