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Meisterfeier Für die Zukunft der dualen Ausbildung

Die Meisterfeier in der Paulskirche mit dem DGB-Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann ist ein voller Erfolg. Rund 1000 Gäste sind gekommen.

Schornsteinfeger Patrick Bocksch mit Meisterschal. Foto: Michael Schick

Weit über 1000 Gäste sind am Samstagnachmittag in die Paulskirche gekommen. Ein gutes Drittel von ihnen erhebt sich auf die Bitte von Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger und hält einen hellblauen Meisterschal in die Höhe – eine eindrucksvolle Demonstration junger Handwerker, die mit viel Applaus belohnt wird.

Für die Festansprache hat Ehinger den DGB-Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann gewonnen. Der erinnert auch gleich an das historische Erbe der Paulskirche. 1848 sei „eine neue Zeit angebrochen“. Auch die Handwerksgesellen hätten früh Mitbestimmungsrechte eingefordert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund werde sich auch in Zukunft für den Erhalt des Meisterbriefs und der dualen Ausbildung einsetzen. Wenn jemand einen Meisterbrief besitzt, heißt das: „Diese Person kann was.“

Ob es dem Handwerk gelingen werde, ausreichend Fachkräfte zu gewinnen, habe mit den Rahmenbedingungen zu tun. Dazu zählten „Beteiligung und Mitbestimmung“ in den Betrieben, gute Arbeitsbedingungen und Tarifverträge. Er forderte die Meisterinnen und Meister auf, sich in den Innungen zu engagieren. Auch die Mitarbeit in den Gewerkschaften lohne sich.

Kammerpräsident Ehinger wies in seiner Begrüßung auf die „gute und enge Zusammenarbeit von Arbeitnehmern und Arbeitgebern“ im Handwerk hin. Die duale Ausbildung sei „einer der Grundpfeiler der wirtschaftlichen Prosperität“.

Ehinger beschrieb die Digitalisierung als große Herausforderung und sprach vom „Willen zu Veränderungen“ und „Mut zu neuen Geschäftsmodellen“. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) warb erneut für den Wohnungsbau – das müsse für das Handwerk ja „nicht das Schlechteste“ sein.

Insgesamt bestanden im vergangenen Jahr rund 900 junge Menschen die Meisterprüfung, davon 141 Frauen und 759 Männer. Mit einem Meisterbrief kann man sich selbstständig machen und auch als Angestellter junge Leute ausbilden. Außerdem berechtigt dieses Dokument dazu, in Hessen ein Studium beginnen.

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