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Macron in Frankfurt „Ein sehr sympathischer Herr“

Der französische Präsident Macron trinkt einen Kaffee im Café Metropol , bevor er sich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt einträgt. Restaurantleiter Santino Levi erzählt von seiner Begegnung mit ihm.

Buchmesse
Daniel Cohn-Bendit (links) lud Emmanuel Macron (Mitte) noch zum Kaffee ein. Foto: AFP

Manchmal dauert es eben etwas länger. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Diplomaten und geladene Gäste mussten am Dienstag eine halbe Stunde im Kaisersaal des Römers warten, weil der Stargast zu seiner Eintragung ins Goldene Buch zu spät kam: Emmanuel Macron, französischer Staatspräsident, hatte noch im „Schwarzen Stern“ zu Mittag gegessen und anschließend im Café Metropol am Weckmarkt einen Kaffee getrunken. Wie es dazu kam, sagt Restaurantleiter Santino Levi (28).

Herr Levi, am Dienstag hatten Sie Emmanuel Macron zu Gast. Wie kam es zum Besuch des französischen Präsidenten?
Ich war natürlich lange vorher eingeweiht, musste aber alles streng geheim halten. Der Besuch bei uns war ein Gefallen für Daniel Cohn-Bendit, der gerade einen Dokumentarfilm über die politische Lage in Frankreich dreht. Eine Szene mit Macron sollte im Metropol spielen. Ich hatte in den Wochen zuvor mehrfach Besuch von französischen Beamten und musste mich mit einer Menge Sicherheitsmaßnahmen vertraut machen.

Wurde das Metropol für Emmanuel Macron abgesperrt?
Nein, es waren auch reguläre Gäste da, die wurden allerdings vorher von Sicherheitsleuten kontrolliert. Ich muss unseren Gästen wirklich ein großes Lob aussprechen: Niemand hat sich angegriffen gefühlt, niemand hat Macron um ein Selfie gebeten, alle haben toll mitgemacht.

Wie war der Präsident denn?
Macron war sehr sympathisch, hat jedem lächelnd in die Augen geguckt und alle einzeln begrüßt. Er hat sich sehr nahbar gegeben, so wie man ihn sich aus dem Fernsehen vorstellt. Er war etwa eine halbe Stunde da, hat einen Kaffee getrunken und mit Cohn-Bendit diese Filmszene gedreht. Ich hatte den Eindruck, dass er sich dabei wirklich Zeit gelassen hat. Am Ende hat seine Assistentin dann aber doch etwas Druck gemacht, weil er ja ein sehr strenges Protokoll einzuhalten hat. Er hat sich dann aber noch in Ruhe verabschiedet und den Gästen zugewinkt. Ein sehr sympathischer Herr.

War das im Metropol Ihr erster Besuch eines Top-Prominenten?
Ja, auf diesem Niveau auf jeden Fall. Der britische Sänger Jamie Cullum hat mal ganz allein bei uns gefrühstückt, aber das ist eine andere Geschichte. Das Metropol ist zwar ein bekanntes Café, aber für derart prominente Politiker sind wir sonst eher nicht die erste Adresse.

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