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Lohnendes Engagement Geld für Klimaschützer

In Frankfurt gibt es zahlreiche Initiativen und Projekte, die sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzen. Einige werden sogar vom Bundesumweltministerium gefördert.

Eschersheim
Am Eschersheimer Wasserturm soll ein öffentlicher Garten gefördert werden. Foto: Rolf Oeser

In Heddernheim haben sie jüngst ein Repaircafé eröffnet und einen Kochclub mit Gemüse aus solidarischer Landwirtschaft gegründet. In Ginnheim wollen sie ein altes Wasserhäuschen zum Ort des Austauschs übers Stadtgärtnern und Energiesparen machen. Und in Eschersheim soll ein öffentlicher Garten in bester Lage entstehen – drei von sechs Frankfurter Projekten, die sich jetzt über Förderung der Stadt und der Bundesregierung freuen können.

Seit Anfang des Jahres erhalten sie Geld aus dem Programm „Kurze Wege für den Klimaschutz“. Damit unterstützt das Bundesumweltministerium lokale Initiativen, die daran mitarbeiten, den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern und Ressourcen zu schonen. 10,3 Millionen Euro für insgesamt 112 Projekte hat das Ministerium bewilligt, darunter die sechs Frankfurter Gruppen.

Sie bekommen ganz erkleckliche Summen für ihre Arbeit zugeschossen. Der Verein Kinder im Zentrum Gallus erhält beispielsweise gut 170.000 Euro für seine Aktionen zur Nachhaltigkeit in Mobilität, Konsum, Energieverbrauch und Wohnen, für Tauschbörsen, Info-Veranstaltungen und Stadtteilspaziergänge. Zu den Berücksichtigten zählen auch das Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung (Fine), das multimediale Stadtteilrallyes zu Klimaschutzthemen veranstaltet, und der Familientreffpunkt Mukiva mit seiner Umweltbildung in der Nachbarschaft. Beide erhalten jeweils rund 66.000 Euro vom Bund.

Für jene drei, die sich mit Hilfe des Frankfurter Energiereferats beworben haben, gibt es noch zusätzliche Beratung und einen städtischen Zuschuss von je 4000 Euro obendrauf. Das sind die Leute von Transition Town, die sowohl im Heddernheimer Begegnungszentrum etwa für das Repaircafé aktiv sind (103.000 Euro Zuschuss vom Bund) als auch den öffentlichen Garten am Eschersheimer Wasserturm planen (71.000 Euro Förderung). Letztgenanntes Vorhaben nennt sich Tortuga Eschersheim und sieht etwa Hochbeete aus recyceltem Palettenholz vor, Pflanzenworkshops, Setzlings- und Samentauschbörsen.

Die Klimawerkstatt Ginnheim schließlich hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltiges Leben im Stadtteil gemeinsam leichter zu machen. „Für mehr Austausch und weniger CO2“ heißt das Motto, hervorgegangen aus dem Verein Kirchplatzgärtchen. Die Teilnehmer geben ihr Wissen weiter übers Pflanzen, über Selbstversorgung und Permakultur, und sie wollen in den kommenden zwei Jahren Themen anpacken wie das Stadtgärtnern, Sonnenöfen, solidarische Landwirtschaft, Selbstversorgung, Energiesparen und Upcycling. Dazu steuert der Bund 137.000 Euro bei.

„Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Hanna Jaritz, die Projektleiterin des Frankfurter Beitrags zum „Masterplan 100 % Klimaschutz“. Die Gewinnerprojekte aus Frankfurt förderten klimafreundliches Handeln im Alltag, lobt sie, und sie stärkten auch die Nachbarschaft.

Frankfurt ist die größte Stadt unter den 19 Kommunen und Landkreisen, die das Umweltministerium als Teilnehmer am Masterplan ausgewählt hat. Ziel ist es, sich 2050 komplett aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen und den CO2-Ausstoß bis dahin um 95 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.

Für das Projekt „Kurze Wege für den Klimaschutz“ öffnet sich das nächste „Förderfenster“ vom 1. Mai bis zum 1. Juli 2018. Dann können Bewerber ihre Projektskizzen einreichen. Mehr dazu unter www.klimaschutz.de und www.klimaschutz-frankfurt.de

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