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Leihräder Weiter Probleme mit Leihrädern in Frankfurt

Rund einen Monat nach neuen Vorgaben für Leihräder hat die Stadt Frankfurt eine durchwachsene Zwischenbilanz gezogen. Es gilt noch immer, erhebliche Probleme zu beseitigen.

02.02.2018 05:54
Männ fährt auf Leihfahrrad in Frankfurt
Ein Mann fährt in Frankfurt am Main mit einem Leihfahrrad. Foto: Arne Dedert/Archiv

Die neuen von der Stadt Frankfurt vor rund einem Monat eingeführten Regeln für Leihräder haben die Probleme mit vielen kreuz und quer abgestellten Drahteseln noch nicht beseitigt. „Die Anbieter haben das Merkblatt umgesetzt, trotzdem ist das Ergebnis durchwachsen“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe weiter erhebliche Probleme mit dem „Free-Floating-System“. Das erlaubt es Nutzern einiger Anbieter, Räder überall stehen zu lassen. Die Stadt hatte Anbietern kurz vor Weihnachten ein Merkblatt übergeben, in dem unter anderem festgelegt worden war, dass Räder nur so abgestellt werden dürfen, dass sie Dritte weder gefährden noch behindern. Vor allem Gehwege müssen freigehalten werden, dass Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen noch daran vorbei können.  Im Frühjahr will die Stadt nun verstärkt kontrollieren.

Viele Radler halten sich nicht an die Regeln

Dem Merkblatt zufolge dürfen Räder unter anderem auch nicht in Parks oder Grünanlagen abgestellt werden, damit nicht etwa am Mainufer eine regelrechte Schwemme von Rädern droht. Den Anbietern wird empfohlen, Strafen für diejenigen Radfahrer einzurichten, die sich nicht an diese Regeln halten.

Anfang dieses Jahres standen nach Angaben der Anbieter insgesamt rund 6500 Fahrräder in Frankfurt zur Verfügung. Oesterling betonte, die Nutzung von Leihrädern sei trotz des Winters deutlich gestiegen. Der Wettbewerb unter den bislang fünf Anbietern sei grundsätzlich positiv zu bewerten - trotz bestehender Probleme mit dem „Free-Floating-System“ der Anbieter Byke und Obike. „Dadurch kommt es erst zu einem Wildwuchs“, sagte Oesterling. Auch der seit Januar vertretende Anbieter Limebike setze auf dieses Prinzip. Die Anbieter Call-A-Bike und Nextbike erlauben indes nur das Abstellen an festen Stationen.

Nun plant auch der Anbieter Mobike neben Berlin vermutlich einen weiteren deutschen Standort in Frankfurt. Damit wäre dann das sechste Unternehmen in der Mainmetropole aktiv. Die Zahl ist nach Ansicht Oesterlings aber nicht der entscheidende Punkt. „Wir glauben nicht, dass ein oder zwei Anbieter mehr gleich eine größere Herausforderung darstellen. Das eigentliche Problem ist und bleibt die steigende Anzahl an Leihfahrrädern insgesamt“, sagte der Verkehrsdezernent. (dpa)

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