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Lauf für mehr Zeit 4500 Läufer rennen für die Aids-Hilfe

Großes Engagement: Beim Lauf für mehr Zeit zugunsten der Aids-Hilfe gehen rund 4500 Menschen an den Start – noch einmal 215 mehr als im letzten Jahr.

Lauf für mehr Zeit
Beim Lauf für mehr Zeit zugunsten der Aids-Hilfe gehen rund 4500 Menschen an den Start. Foto: Renate Hoyer

Ein wenig verzweifelt blickt die Dame auf die Masse an Menschen, die sich auf der Neuen Mainzer Straße drängen. Ein auf den ersten Blick unüberschaubarer Pulk von Leibern in Sport-Outfits, mit Pappschildern, die in Höhe des Bauchs baumeln, auf denen die Startnummern stehen. „Wie soll ich da durchkommen?“, fragt sie eine Bekannte, die sie zufällig erblickt hat. Die zuckt nur mit den Schultern: „Gar nicht!“

Die Dame mit dem Rad hat das Pech, am Sonntag just um 17 Uhr am Opernplatz einzutreffen. Wenige Augenblicke, bevor sich das Teilnehmerfeld für die Zehn-Kilometer-Distanz des „Laufs für mehr Zeit“ in Gang setzt. Knapp 1200 Teilnehmer zählt dieser längste Teillauf der Benefizveranstaltung zugunsten der Frankfurter Aids-Hilfe. Seit mehr als 20 Jahren dient der Lauf dazu, das Thema Aids weiter im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu halten – und finanzielle Unterstützung für Betroffene einzuwerben.

Beim Zehn-Kilometer-Lauf ist das Teilnehmerfeld so groß, dass der Start nur gestaffelt erfolgen kann. „Die, die flott laufen, sollen nach vorne kommen“, fordert die Moderation von der Bühne aus. Alle anderen starten drei Minuten später.

Zwischen fünf und 23 Euro haben die Läufer für die Teilnahme entrichtet, je nachdem, bei welchem Lauf sie starten. Alexander Bodtländer ist seit mehr als 15 Jahren dabei. Wie 2500 weitere Teilnehmer hat er sich für den Fünf-Kilometer-Lauf entschieden. Er hat mehr eingebracht als das Startgeld. „Ich bin ein Sponsorenläufer“, sagt Bodtländer. Rund 7000 Euro hat er für die Aidshilfe eingeworben.

Finja Ponndorf ist derweil stolz auf den kleinen Pokal, den sie als Erste im Schülerlauf über einen Kilometer erringen konnte. „Ich habe es etwas leichter eingeschätzt, als es war“, sagt die Zehnjährige. Mutter Dunja Ponndorf lobt derweil die Organisatoren: „Ich finde es toll, wie auch die Kleinen hier wertgeschätzt werden.“

Große und Kleine kommen an diesem Tag zusammen und gehen an den Start. Insgesamt sind es 4497 – noch einmal 215 mehr als im letzten Jahr.

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