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Landgericht Frankfurt Eishockey-Trainer gesteht Kindesmissbrauch

Vor dem Landgericht Frankfurt gesteht ein Eishockey-Jugendtrainer, dass er einen 13 Jahre alten Jungen auf Auswärtsspielen der Jugendmannschaft immer wieder sexuell missbraucht hat. Er hatte darüber hinaus auch Kinderpornos im Computer.

Justizia auf dem Frankfurter Römer (Symbolbild). Foto: Andreas Arnold

Das Frankfurter Landgericht verhandelt seit Donnerstag hinter verschlossenen Türen gegen einen 25 Jahren alten Mann, dem sexueller Missbrauch eines Schutzbefohlenen und Besitz von Kinderpornographie vorgeworfen wird.

Der Mann soll seine Stellung als Trainer der Jugendabteilungen eines Eishockey- und eines Skate-Hockey-Vereins aus der Wetterau dazu missbraucht haben, sich mehrfach an einem 13-Jährigen zu vergehen. Zehn Vorfälle nennt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage – der elfte Anklagepunkt betrifft die 120 Kinderporno-Dateien, die die Polizei teils gelöscht, teils ungelöscht auf der Festplatte des Computers des Mannes gefunden hatte.

Offenbar war von dem Missbrauch nur ein Kind betroffen, das in beiden Sportvereinen aktiv war. Laut Anklageschrift verging der Mann sich unter anderem bei Auswärtsspielen an dem Jungen, einmal aber sogar in dessen eigenem Haus, nachdem er ihn nach dem Training nach Hause gebracht und festgestellt hatte, dass seine Eltern nicht anwesend waren.

Nachdem die Öffentlichkeit sofort nach Verlesung der Anklageschrift ausgeschlossen worden war, um die Intimsphäre des Opfers, aber auch des Täters, zu schützen, gestand der Mann die ihm zur Last gelegten Taten. Dem Jungen erspart er damit einen Auftritt im Zeugenstand.

Der Prozess wird fortgesetzt, ein Urteil – dann wieder mit Öffentlichkeit – wird Anfang nächsten Monats erwartet.

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