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Lärmschutz Einhausung lohnt sich

Eine Studie hat nun zeigt, dass der Deckel auf die A661 und A66 zwar teuer wird, aber baulich möglich ist und den Lärm mindert.

Die Einhausung der A661 lohnt sich laut einer Studie in Sachen Lärmschutz und Stadtentwicklung Foto: Andreas Arnold

Die geplante Einhausung des Autobahnabschnitts der A661 von der Seckbacher Landstraße bis zum Erlenbruch ist nicht nur baulich möglich, sondern lohnt sich auch in Sachen Lärmschutz und Stadtentwicklung. Das ist das Ergebnis der Potenzialstudie, die die Firma Grontmij erstellt und am gestrigen Montagabend im Römer vorgestellt hat. Zu der Informationsveranstaltung hatte der Verkehrsausschuss der Stadtverordnetenversammlung die Öffentlichkeit eingeladen. Auf einen Antrag von CDU und Grünen hin hatte das Stadtparlament den Magistrat vor einem Jahr aufgefordert, diese Studie erstellen zu lassen.

Zwei Varianten

Die Gutachter haben zwei Planungsvarianten geprüft: mit oder ohne Einhausung des A-66-Abschnitts am Erlenbruch-Knoten, wo sich A66 und A661 nach dem geplanten Umbau treffen sollen. Beides ist realisierbar. Die Folgen für die erste Variante sind absehbar: Zwar ist der Lärmschutz besser, wenn auch die A66 einen Deckel bekommt, dafür ist diese Lösung auch deutlich teurer. 140 Millionen Euro soll sie kosten – 40 Millionen mehr als die Spar-Variante. Außerdem soll der Bau 28 statt 24 Monate dauern. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung wurde allerdings nicht erstellt.
Vorgesehen ist eine Einhausung mit Stahlbetonplatten. Diese sollen nicht nur einen besseren Schallschutz ermöglichen als Aluminiumverkleidungen, sondern auch den Brandschutz garantieren. Allerdings müssten die Pläne für das Lüftungssystem geändert werden, weil eine alleinige mechanische Lüftung nicht mehr reiche. Auch der Riederwaldtunnel müsse an die Einhausung angepasst werden. Wie hoch die Kosten für diese Anpassung sein könnten, war nicht zu klären.

Der Einfluss auf die Stadtentwicklung hat zwei Seiten: Einerseits bleibt der trennende Charakter zwischen den Stadtteilen Bornheim und Seckbach erhalten. Andererseits nimmt die städtebauliche Qualität durch den verminderten Lärm zu. In weiten Teilen garantiert vor allem die erste Variante lärmkonfliktfreie Wohngebiete in allen drei betreffenden Stadtteilen Bornheim, Seckbach und Riederwald.

Nach der Vorstellung der Pläne sprachen sich einige Bürger für die Kompletteinhausung von A661 und A66 aus. Sowohl Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) als auch Helmut Heuser (CDU) nannten die erste Planungsvariante die beste Lösung, vor allem für Hallgarten- und Pestalozzi-Schule. Heuser gab aber zu bedenken, dass man sich mit beiden Fällen befassen müsse.

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