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Lärm in Frankfurt Weniger Bahnlärm in Frankfurt

Die Bewohner der westlichen Frankfurter Stadtteile können sich freuen. Um sie vor Bahnlärm zu schützen, plant die Deutsche Bahn, Schallschutzwände zu errichten.

Bahnlärm macht krank. Foto: dpa

Die Deutsche Bahn baut den Lärmschutz in Frankfurt aus. In den kommenden Jahren sollen Strecken vom Hauptbahnhof über Höchst in Richtung Hattersheim sowie ein Abschnitt am Lerchesberg Schallschutzwände bekommen. Davon könnten viele Tausend Menschen vor allem in den Stadtteilen Griesheim, Nied, Höchst und Unterliederbach profitieren.

Die Baukosten werden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Planung und Genehmigung soll in den Jahren 2017 und 2018 erfolgen. Gebaut werden sollen die Schallschutzwände im Zeitraum von 2020 bis 2022.

„Die Bürger werden eine bessere Wohnqualität haben und vor gesundheitlichen Gefahren durch Schienenlärm geschützt“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Die Stadt habe sich lange dafür eingesetzt, dass Anwohner bestehender Bahnstrecken einen wirksamen Lärmschutz erhielten, so Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). „Nun setzt die Bahn am Verkehrsknotenpunkt Frankfurt ein deutliches Zeichen.“ Grundlage ist das Programm zur „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“. Der Bundestag stellt in diesem Jahr 150 Millionen Euro für die Lärmsanierung frei.

Im Herbst will die Bahn auf Veranstaltungen in Frankfurt über den anstehenden Lärmschutz informieren und mit Anwohnern diskutieren. Termine sind noch nicht bekannt. Das Bundesprogramm fördert neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Frankfurt hatte die Bahn zuletzt die Schienenwege vom und zum Südbahnhof mit Lärmschutz versehen.

In Hessen hat die Bahn nach eigenen Angaben seit 2001 insgesamt 122 Kilometer Strecke lärmsaniert. In den kommenden vier Jahren seien 31,7 Kilometer Schallschutzwände vorgesehen. Neben den Umbauten an den Strecken sei die Umrüstung der Güterwagen auf leise Bremssohlen ein weiterer Baustein, um den Schienenverkehrslärm bis 2020 zu halbieren.

Bis Ende 2020 soll die komplette Flotte der Güterwagen leise sein.

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