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Kuchen-Contest Schwere Wahl

Mit ihrem Apfel-Milchreis-Kuchen belegte Valeria Ramsperger am vergangenen Sonntag beim dritten Bergen-Enkheimer Backwettbewerb den ersten Platz. Die Jury musste 47 Kuchen testen – dabei kommt es auf das Aussehen und den Geschmack an.

18.10.2010 00:26
Laura Wagner

Es ist ein Traum in weiß, dekoriert mit Apfelscheiben und Schokoglasur. Und der Kuchen schmeckt mindestens genauso gut wie er aussieht. Mit ihrem Apfel-Milchreis-Kuchen belegte Valeria Ramsperger am vergangenen Sonntag beim dritten Bergen-Enkheimer Backwettbewerb den ersten Platz. Das Rezept ist eine Eigenkreation, die mit Hilfe ihrer sechsjährigen Tochter Nele entstand. „Ich wusste, dass das Rezept gut ist, als meine Tochter Nele sagte, dass ihr der Kuchen nun schmeckt“, berichtet die leidenschaftliche Bäckerin. Das fand nicht nur Tochter Nele. Auch die siebenköpfige Jury hat Ramsperger überzeugt und sich gegen 46 Mitstreiter durchgesetzt.

Organisiert wurde der Wettbewerb vom Vereinsring Bergen-Enkheim und MATZ, dem Mütter- und Familienzentrum Bergen-Enkheim. Mit der Aktion soll bedürftigen Familien geholfen werden. Nach der Bewertung durch die Jury werden die Kuchen verkauft. Insgesamt 815,50 Euro sind durch Verkauf und Spenden zusammen gekommen. Das ist zwar etwas weniger als die 933 Euro vom Vorjahr – Gabi Niessen, die erste Vorsitzende des Vereinsrings, ist trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben.“

47 Kuchen zu testen und zu bewerten klingt leichter, als es tatsächlich ist. „Das war eine große Herausforderung, es waren viele gute Kuchen dabei“, berichtet Helmut Ulshöfer, Jurymitglied und Ortsvorsteher Bergen-Enkheims. Bewertet wurden Aussehen, Geschmack und Kreativität. „Das Auge isst mit, aber geschmacklich muss es natürlich auch stimmen“, weiß Wilhelm Reul, Jurymitglied und Bäcker aus Bergen. Zwei Stunden lang wurde probiert und bewertet, bis die Siegerin schließlich fest stand.

Die Motivation ist bei allen Beteiligten gleich: „Es geht um einen guten Zweck. Wenn man etwas tun kann, um anderen zu helfen, dann sollte man das auch“, sagt Hannelore Bender. Die Familie Bender hat gleich fünf Kuchen beigesteuert, jeder von einem anderen Familienmitglied.

Eine bedürftige Familie kann sich über den Einsatz der Bäcker und auch der Käufer nun freuen, denn ihr kommt der Erlös zugute. „In den letzten beiden Jahren waren die Familien sehr gerührt. Es hat eine große Bedeutung für sie“, berichtet Klaus Endemann, Jurymitglied und Leiter des Sozialrathauses. Doch auch die fleißigen Bäcker werden belohnt. Für die besten fünfzehn gibt es Gutscheine ortsansässiger Restaurants und Gewerbetreibender.

Im kommenden Jahr soll es offene Backmeisterschaften ohne vorgeschriebenes Thema geben. Für die Jury heißt das noch mehr Abwechslung. Ramsperger ist im kommenden Jahr auch wieder dabei, nicht um ihren Titel zu verteidigen, sondern um zu helfen. „Darum geht es ja nicht. Es ist schön, dass das eigene Werk gewürdigt wird, aber es geht doch um den karitativen Zweck“, sagt die 35-Jährige. Mitmachen kann jeder, der gerne backt.

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